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Soziale Integration

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16.05.09 15:12 Alter: 3 Jahr(e)

Integrieren oder Ausgrenzen? – dsj - Fachkräftetagung zum Umgang mit Rechtsextremismus im Sport

Kategorie: Soziale Integration, DJJV, Jugend

Von: Enno Häberlein

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2009 lud die Deutsche Sportjugend (dsj) zu einer Fachkräftetagung in die Akademie des Sports nach Hannover ein.
Gemeinsam mit Akteuren zivilgesellschaftlicher Initiativen wurden die gegenseitigen Erwartungen sowie Möglichkeiten, Chancen und Grenzen im Umgang mit Rechtsextremismus diskutiert.

Vom Deutschen Ju-Jutsu Verband war Jugendsekretär Joachim Thumfart als Mitglied der Arbeitsgruppe Sport!Jugend!Agiert! bei der Deutschen Sportjugend vertreten und der DJJV Beauftragte für Integration Ghasem Spili nahm an der Tagung teil. Für des DJJV konnten beide auch hier wieder etliche Kontakte aufbauen und neue Impulse für die Arbeit im Verband sammeln.

Impulsreferate von Dr. Stephan Bundschuh vom Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA e.V.), der aus der Sicht einer zivilgesellschaftlichen Initiative referierte sowie von Angelika Ribler (Sportjugend Hessen), die in ihrem Beitrag die Sicht des organisierten Sports darstellte, führten in das Thema ein.

Angelika Ribler stellte in ihrem Vortrag neben den Chancen und Stärken des Sports auch die Grenzen und Risiken dar, die im Umgang mit Rechtsextremismus zu beachten sind.
„Sportvereine und –verbände brauchen Unterstützung im Umgang mit rechtsextremen Jugendlichen. Die Frage des Integrierens oder Nichtintegrierens rechtsextremer und rechtsaffiner Jugendlicher muss immer unter Berücksichtigung der Begebenheiten des Einzelfalls geklärt werden“, so Angelika Ribler.
Dr. Stephan Bundschuh, der u. a. auf die „janusköpfigen“ positiven und negativen Dimensionen des Sports einging, sprach sich für die „Stärkung demokratisch gesinnter Personen“ in den Vereinen aus und plädierte dafür, dass der „Sport nicht nur Spiegel der Gesellschaft“ sondern auch „Trendsetter“ sein sollte.

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmenden in den Workshops „Integration oder Ausgrenzung – Umgang mit rechtsextremen Erscheinungsformen im Sportverein“ und „Zivilgesellschaftliche Erfahrungen mit Rechtsextremismus – Modelle und Chancen für den Sport?!“ vertiefend mit der Thematik auseinander setzen.

Gerd Bücker, Leiter der Arbeitsgruppe Sport! Jugend! Agiert!, sprach am Ende der Tagung von einer „gelungenen Veranstaltung, bei der sich eine Reihe von zukunftsorientierten Perspektiven ergeben hat.“