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Lehrerfortbildungen
Fortbildung an der Carl-Theodor-Schule in SchwetzingenGewaltprävention, Selbstverteidigung und Situationsintervention für Lehrer Am 24. Juli 2007 fand an der CTS eine schulinterne Fortbildung zu einem Thema statt, das zunehmend in das Bewusstsein der Medien und der Eltern und Lehrer gerückt ist: Gewalt an der Schule. Zur Vermeidung einer Eskalation von Konflikten leisten engagierte Schüler und Lehrer in einem Streitschlichterprojekt bereits seit Jahren eine so gute Arbeit, dass Gewalt an der CTS ein äußerst seltenes Phänomen ist. Nun wurde die Streitschlichtung um den Baustein „Gewaltprävention und Selbstbehauptung“ ergänzt. Nachdem bereits ein Selbstbehauptungskurs mit einem Ethikkurs der Unterstufe stattgefunden hatte sollten nun auch die Lehrer der Schule speziell auf mögliche Gewaltsituationen an der Schule vorbereitet werden. An der Fortbildung nahmen 14 Lehrer teil. Drei Bereiche standen im Vordergrund: Selbstbehauptung, also das Aufzeigen von Grenzen allein durch Stimme und Körpersprache, die körperliche Abwehr von Gewalt in Form einfacher Selbstverteidigungstechniken und das aktive Eingreifen in gewalttätige Situationen, also die Situationsintervention. Im ersten Teil der Selbstbehauptung wurde geübt, konfliktträchtige Situationen allein durch eine entsprechende Körpersprache und den Einsatz der Stimme zu entschärfen oder zu kontrollieren. Zwar wurde es richtig laut, aber ein körperlicher Kontakt kam hierbei noch nicht zustande. Dies änderte sich im zweiten Teil. Stimme und Körpersprache brachten den „Angreifer“ nun nicht mehr zum Stehen. An dieser Stelle vermittelten die Referenten Matthias Huber (amtierender Weltmeister im Ju-Jutsu) und Friedemann Holzapfel Basisselbstverteidigungstechniken rein defensiver Natur um den Angriff im Rahmen der Verhältnismäßigkeit abwehren zu können. Trainiert wurden hauptsächlich Passivblocktechniken und das Lösen von Griffen. Dies soll es den Teilnehmern ermöglichen, erste Angriffe abzuwehren und die Flucht antreten zu können. Bevor im dritten Teil auf die Situationsintervention eingegangen wurde, erfolgte zunächst ein theoretischer Einschub zu rechtlichen Grundlagen wie Notwehr und Verhältnismäßigkeit. Für Lehrer besonders wichtig sind natürlich auch die Implikationen der Aufsichts- und Fürsorgepflicht. Es besteht die Verpflichtung, Schaden von den Schülern abzuwenden oder schädigende Einflüsse zu unterbinden. In leichten Fällen kann der Gang ins Lehrerzimmer und die Rückkehr mit Verstärkung oder ein Anruf bei der Polizei genügen, in schweren Fällen ist es jedoch sicher besser, die Situation sofort beenden zu können. Es ging hierbei also primär um Möglichkeiten, als Lehrer Opfern von Gewalt im Moment der Gewaltausübung helfen zu können. Bevor die Teilnehmer praktische Interventionstechniken erlernten und in gestellten Situationen und Rollenspielen auch anwenden konnten, gingen die Referenten mit einer praktischen Übung auf den „Tunnelblick“ von an Gewaltsituationen beteiligten Menschen ein. Bei dem abschließenden Feedbackgespräch wurden Fragen geklärt und Erlebnisse aus den Rollenspielen aufgearbeitet. Viele Teilnehmer gaben an, sich auf Gewalt im privaten wie auch im schulischen Bereich besser vorbereitet zu fühlen und eine andere Wahrnehmung für mögliche Gefahren für die eigene Gesundheit und für die anvertrauten Schüler zu haben. Aufgrund der breiten Zustimmung und des positiven Feedbacks sind weitere Fortbildungen dieser Art sowohl für Lehrer anderer Schulen als auch für Schüler der Carl-Theodor-Schule geplant. |
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