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Junioren-WM - Der erste Tag
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Junioren-WM - Der erste TagFast in jeder Klasse eine Medaille Die olympische Ringerhalle von Athen bot eine eindrucksvolle Kulisse für die diesjährige Juniorenweltmeisterschaft. Leider verirrten sich aber nur wenige Zuschauer dort hin. Das kann natürlich auch daran liegen, dass der Freitag noch ein normaler Arbeitstag ist. Das Wochenende wird es zeigen, wie groß das Interesse der Griechen an dieser „neuen Form des Pankration“ wirklich ist… Am ersten Tag standen im Fighting nur die U 18, und hier jeweils die leichtesten Klassen auf der Matte. Die Leistungen waren aber durchaus ansprechend. Wie eng das Niveau hier schon zusammen gerückt ist, zeigte sich daran, dass eigentlich keine Nation wirklich dominant war. Neben Russland und Deutschland waren vor allem östliche Nationen gut vertreten. Das mag aber auch daran liegen, dass viele weiter entfernte Nationen aus Kostengründen keine U 18-Vertreter entsandten. Für den DJJV verlief der erste Tag sehr positiv: Für die beiden Damen-Duos U 21 gab es jeweils einen Bilderbuchstart, obwohl beide ohne Freilos die höchstmögliche Anzahl an Kämpfen zu absolvieren hatten. Einmal mit 5 und dann sogar mit 8 Punkten Unterschied „vernichteten“ Annekathrin Rösch und Roxane Pfeiffer zunächst das italienische, dann das rumänische Team. Erst beim Kampf um den Einzug ins Finale mussten sich die beiden den russischen Duos knapp geschlagen geben. Völlig ungefährdet sicherten sie sich im kleinen Finale dann aber gegen die Montenegrinerinnen eine beachtenswerte Bronzemedaille. Mit nicht zu unterschätzenden Gegnerinnen hatten es auch Frauke Kühni und Stefanie Konop, das zweite Duo-Damenteam, zu tun. Aber auch sie kamen trotzdem zu vielversprechend klaren Siegen über Montenegro und Griechenland. Eine Zitterpartie wurde der Finaleinzug gegen die bärenstarken Österreicherinnen, bei dem beide Teams gleichauf agierten. Aber das Glück war auf der Seite der Deutschen, die letztendlich mit einem halben Punkt Unterschied den Endkampf gegen Russland erreichten. Hier zeigten sie sich nochmals hoch konzentriert und sicherten das erste Gold für den DJJV. Mit einer starken Leistung verwiesen die später dominant siegreichen Slowenen das deutsche Mixed-Team (U 21) Silvia Rösch und Michael Kunz bereits im Auftaktkampf in die Trostrunde. Obwohl es noch ein weiter und konditionsintensiver Weg wurde, zeigten die beiden, was in ihnen steckt. Schweden, die Ukraine und Polen wurden klar dominiert und auch im Kampf um Bronze gegen Italien sprach der 3-Punkte-Abstand Bände. Bedingt durch ein Freilos hatte Melanie Hanycz (U 18 bis 44 kg) nur die Russin Viktoriya Vinogradova auf dem Weg ins Finale zu überwinden. Die machte es ihr aufgrund der Stärke im Infight nicht leicht – gute Atemis brachten aber doch eine klare 16:9-Führung. Im Finale, wiederum gegen eine Russin, Tatiana Maslennikova, sah es zunächst nach einer klaren Sache für die Gegnerin aus. In einer spannenden Aufholjagd gelang Melanie trotzdem noch der Ausgleich. Am Ende fehlte ihr dann aber doch ein winziges Pünktchen zu Gold. Kein Land sah Jaschar Salmanow (U 18 bis 50 kg) im Auftaktkampf gegen den Russen Konstantin Nagikg. Auch im ersten Trostrundenkamf gegen Theodoros Mitsarakis aus Griechenland lag Jashar bereits deutlich hinten, als er das Ruder noch herumriss und mit Full Ippon sogar vorzeitig siegte. Im Kampf um Bronze ließ er ebenfalls nichts mehr anbrennen und deklassierte den Montenegriner Rade Gasic bereits nach einer Minute und 17 Sekunden. Ungefährdet ihren Weg bis ins Finale ging Kim Gießing in der 48-Kilo-Klasse U 18. Die Russin Laman Dzhabbarova, die Rumänin Ana Maria Suligiuc und die Polin Monika Sokolowska wurden jeweils mit Full Ippon „zerlegt“. Obwohl sie sich im Finale gegen die Niederländerin Chantal van der Lans heftig und taktisch klug wehrte, war ihr diese immer einen Tick voraus und verwies sie auf den Silbermedaillen-Rang. Gleich beide Starterinnen bis 52 kg U 18 konnten das Finale erreichen. Nadine Clemen sicherte dies durch Siege über die Montenegrinerin Milica Drecun, die Italienerin Jessica Scricciolo und die Slowenin Irma Pirc, während sich Charlotte Wittich erfolgreich gegen die Dänin Laura Vejlgaard und die Polin Partrycia Ulanowicz durchsetzen konnte. Das Finale war (man verzeihe mir die neutrale Analyse) kein „Augenschmaus“. Beide kennen sich viel zu gut von vielen gemeinsamen Trainingscamps und lagen daher stets gleichauf. Taktieren brachte ihnen zahlreiche Verwarnungen wegen Passivität ein. (Lasst doch mal die Klitschko-Brüder gegeneinander um die WM boxen…!) Letzendlich ganz knapp durfte sich Charlotte die Goldmedaille, Nadine die Silbermedaille umhängen lassen – auf jeden Fall ein Riesenerfolg für Deutschland! Die letzte Medaille, eine Bronzene, erkämpfte sich Chris Schönau in der 55-Kilo-Klasse der U 18. Nach einem Sieg über den Griechen Ara Tzanikian unterlag er dem Italiener Michelangelo Lupoli. Gegen den Griechen Marios Sarris kam er dann aber trotzdem noch zu verdientem Edelmetall. Obwohl er letztendlich im Platz um Platz drei scheiterte, ist die Leistung von Jonas Krause nicht zu unterschätzen. In der stark besetzten Klasse bis 60 kg U 18 war er nach der Auftaktniederlage immerhin vier Mal siegreich, ehe ihn der Italiener Tommaso Vasaturo im kleinen Finale stoppte. Drei Siege konnte in dieser Klasse auch Fabio Fasulo für sich erkämpfen. Morgen an dieser Stelle mehr. Georg Kulot (sofern man bei fehlender Internet-Verbindung in der Halle und langsamem, teurem Netz im Hotel von "live" sprechen kann - diesbezüglich bitte ich zu entschuldigen, dass wir am Sonntag aus Kostengründen bereits zum Ende der WM, oder teilweise schon davor abreisen müssen, und eine zeitnahe Berichterstattung daher nicht möglich sein wird...) Die kompletten Wettkampflisten und Ergebnisse
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