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German Open 2008 in Hanau
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DJJV Meisterschaften u. Veranstaltungen |
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German Open 2008 in HanauWM-Nominierung, Ehrung und neue Kampfrichter Russland und Polen auf dem Vormarsch Bevor die Kämpfe beginnen konnten, hatte der Ehrenpräsident des DJJV Dietrich Brandhorst die Aufgabe, einen verdienten Ju-Jutsuka zu würdigen: Drago Markovic, seit Jahrzehnten auf Vereins-, Landes- und Bundesebene in verschiedensten Funktionen tätig darf zurecht als „Vater dieses weltgrößten Ju-Jutsu-Turniers“ bezeichnet werden. Unter seiner Leitung wurden in Hanau auch die Europameisterschaften ausgerichtet. Anlässlich dieser herausragenden Verdienste um das Ju-Jutsu wurde Drago der 5. Dan ehrenhalber verliehen – da Drago am Folgetag seinen 57. Geburtstag feiern durfte, gleichzeitig ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. Nicht nur die Kämpfer vergossen an diesem Tag zahlreiche Schweißperlen. Unter den aufmerksamen Augen des Kampfrichterdirektors Ralf Pfeifer, des Bundesbeauftragten für Formenwettkampf Karl-Heinz Kotzan und des World Referees Heinz Pritzl stellten sich mehrere Kampfrichter der theoretischen und praktischen Prüfung zur nächst höheren Lizenz. Nicht alle konnten vor den gestrengen Augen der Kommission bestehen. Umso stolzer dürfen Christian Haninger und Jürgen Kalb aus Bayern sowie Hans Schneider aus Sachsen-Anhalt auf das Bestehen der Gruppenlizenz, sowie Markus Ridder (Baden), Walter Tarnowsky und Andre Nickel (beide Bayern) auf den Einzug in den Kreis der Bundeskampfrichter sein. Ein besonderes Augenmerk der zahlreichen Zuschauer und Fans richtete sich auf das Abschneiden der Bundeskadermitglieder die hier ihren letzten großen Test vor der kommenden Weltmeisterschaft im schwedischen Malmö zu bestehen hatten. Um es vorweg zu nehmen, die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich. Insbesondere im Duo-Bereich konnte die große Lücke nach dem Weggang der Spitzenteams noch nicht geschlossen werden. Dass sich bei diesem offenen Turnier auch lediglich 7 Teams aus nur 3 Bundesländern Deutschlands gemeldet haben, zeigt, dass bundesweit dem Duo-Wettkampf noch zu wenig Beachtung geschenkt wird. Für eine positive Überraschung sorgte allerdings das Mixed-Team des PSV Meiningen, Sina Sobbe und Steven Koch, die im Finale sogar das favorisierte französische Team schlagen konnten. Sie sicherten sich damit nicht nur den bisher größten Erfolg ihrer Karriere, sondern gegen ihre Kaderkonkurrenten Silvia Böhling und Mike Blatt auch die letzte noch zu vergebende Fahrkarte zur WM nach Malmö. Den Erwartungen voll gerecht wurden im Fighting der Damen Sabrina Hatzky (bis 62 kg) sowie bei den Herren Mario Staller (bis 77 kg) und Carlo Clemens (über 94 kg) mit klaren Finalsiegen. Für eine Überraschung sorgte Gerhard Mende vom SV Oberdürrbach (Bayern), der zwar nicht dem WM-Team angehört, sich aber in überzeugender Weise den Sieg in der 62-Kilo-Klasse sicherte. Der nominierte Andreas Dold trat krankheitsbedingt nicht an. Ebenfalls sehr zufrieden konnten die Bundestrainer mit den Silbermedaillen von Andrea Plefka (bis 55 kg) und Seher Dumanli (über 70 kg), sowie den 3. Plätzen von Alexander Reichert (bis 69 kg) und Andreas Kuhl (bis 85 kg) sein. Weitere, nicht dem WM-Kader angehörige Fighter und Duos konnten der Bilanz für Deutschland einige Silber- und Bronzemedaillen hinzufügen. Klar dominierend im Senioren-Bereich waren neben den Deutschen traditionsgemäß die Franzosen. Gleichauf sind mittlerweile auch Russland und Polen, die in nahezu allen Klassen in die Medaillenränge vordringen konnten. Neben den vorgenannten Ländern konnten sich lediglich Dänemark, Schweden und ein Holländer noch Plätze auf dem Treppchen erkämpfen. Vor dieser Bilanz wird die kommende WM sicherlich ein höchst interessantes Ereignis. Die Ju-Jutsu-Welt ist wohl im Umbruch?! Große internationale Beteiligung zeichnet mittlerweile auch bei der Jugend U18 und insbesondere bei der U21 aus. Diesen Klassen muss in Zukunft noch mehr Beachtung geschenkt werden, da sich hieraus wohl die meisten kommenden Nationalkaderangehörigen rekrutieren werden. Bewährt hat sich bei dieser wegen ihres "Gigantismus" oftmals gescholtenen Meisterschaft, dass erstmals jede Klasse vom ersten Kampf bis zum Finale ohne Unterbrechung oder Einschub anderer Klassen durchgekämpft wurde. Hierdurch konnten die letzten Begegnungen trotz der hohen Anzahl an Teilnehmern gegen 19.30 Uhr beendet werden. Für Kämpfer und Kampfrichter eine gerade noch zumutbare zeitliche Belastung. Georg Kulot Ergebnisse Newcomer Fighting Bildergalerie zu den Kämpfen: |
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