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Formenwettkampf - Deutsche Meisterschaft
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Formenwettkampf - Deutsche MeisterschaftTolle Ju-Jutsu-Show 5. Dan für Roland Abé Was der PSV Meiningen anlässlich der diesjährigen deutschen Meisterschaft im Formenwettkampf auf die Beine gestellt hat, war wieder einmal Spitzenklasse und stellt selbst viele internationale Events klar in den Schatten. Bildleinwände, Feuershow, eine gigantische Sound-Anlage und Lichteffekte wie bei einem Rock-Konzert sorgten für die entsprechende Umrahmung der Präsentationen. Auch die Anwesenheit des Präsidenten des Weltverbandes JJIF, Paul Hoglund aus Schweden, und des technischen Direktors der europäischen EJJU, Eugène Domagata aus Frankreich, unterstrich, dass der Formenwettkampf wegen seiner großen Attraktivität auf internationales Interesse stößt. Es gibt wohl kaum eine Sparte im Ju-Jutsu, die auch den Laien mehr beeindrucken kann, als die beim Formenwettkampf präsentierten Darbietungen. Hier wird perfekte Technik gepaart mit einer kleinen Rahmenhandlung, mitreißenden Licht- und Musikeffekten und oft auch „gewürzt“ mit einer gehörigen Portion Humor präsentiert. Diesbezüglich ließ auch die Veranstaltung in Meiningen nichts vermissen und war mit knapp drei Stunden Dauer bestens geeignet, für klasse Unterhaltung des Publikums zu sorgen. Auftritte der Tanzgruppe „Helbalicious“- Hip-Hop, eine Kendo-Vorführung des PSV und eine Präsentation des Fitnessstudios „FIT & FUN“ Meiningen lockerten entspannend die Pausen auf. Bevor die Veranstaltung an den Start ging, war eine große und verdiente Ehrung vorzunehmen. Roland Abé, Organisator der jeweils perfekt durchgeführten Deutschen Meisterschaft 2003, des Europacups 2006 und nun der DM Formenwettkampf, mehrfacher Weltrekordinhaber und mit seiner Show-Gruppe „Red Tigers“ im Guiness-Buch-der-Rekorde eingetragen, wurde aufgrund seiner Verdienste der 5. Dan Ju-Jutsu verliehen. Die Ehrung nahmen der Präsident des Thüringischen Ju-Jutsu Verbandes Gert Häckel und der DJJV-Präsident Herbert Frese gemeinsam vor. Die Red Tigers gaben anschließend einen beeindruckenden Ausschnitt aus ihrem Show-Programm. Insbesondere die spektakulären Bruchtests stimmten die Zuschauer auf das Hauptprogramm ein. Es begann mit der Schülerklasse: „Im Hexenkessel“ – in dieser Präsentation zeigten 5 Akteure des PSV Meiningen den teilweise mit „Hexenbesen“ ausgetragenen magischen Kampf der Eulen von Hogwarts (Harry Potter). „Immer auf die Kleinen…“ – bei der Streitigkeit um einen Schulranzen zeigten die „Kleinen“ vom der HNT (Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft) Hamburg, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist. Leider nur ein Team ging bei der Jugend (14 bis 18 Jahre) an den Start. Das „HNT Flying Dragon Team“ demonstrierte bei der Show „No Handicap“ eindrucksvoll und spektakulär, dass man sich sogar auf Krücken gut wehren kann. Einen hohen Unterhaltungswert und Spaßfaktor hatten alle vier Präsentationen bei den Senioren. Den Anfang machte die „Clowngruppe des Zirkus Ju-Calli“ vom TurnClub 1889 Kreuzau (NRW). Eine kampfsporttechnisch hochstehende, gleichzeitig lustige und sich selbst nicht ganz ernst nehmende Auseinandersetzung zwischen 5 Zirkus-Spaßmachern, immer wieder „verfeinert“ durch akrobatische Einlagen, brachte nicht nur viel Applaus des Publikums, sondern später auch den Titelgewinn. Ebenfalls mit viel Humor begeisterten die „Heros“ vom PSV Meiningen. In „Helden wie wir!“ mutierten zwei Kartenspieler im Streit zu Superman und Batman (der „optische Hit“: die Kostüme, die stark an Monty Pyton’s „Helden in Strumpfhosen“ erinnerten). Dass dann auch noch Rene Abé als HULK auftrat und alles zerlegte, was sich ihm in den Weg stellte, sorgte für eines der Highlights des Abends. Die „Bad Boys“ aus Aschersleben (Sachsen-Anhalt) versuchten im „Spiel des Lebens“ die geheimnisvollen Würfel Gottes zu erobern, um letztendlich doch von „Gott“ wieder in die Schranken gewiesen zu werden. Technisch durch die Anzüge natürlich gehandicapt, dafür aber mit umso mehr Spaß für die Zuschauer, vermöbelten sich die „Fighting Colours“ in der Geschichte „Nicht mit Paulchen!“. Auf der guten Seite der „Schüler“ Paulchen und das Drachen-Maskottchen des DJJV Ju-Ju – ihre Gegner: der böse Wolf und der Red Man. Erstmals neu eingeführt war die offene Klasse. Hier trat das HNT „Red Dragon Team“ gegen zwei gemischte Mannschaften aus deutschen und ukrainischen Ju-Jutsuka an. Erstaunlich und beeindruckend die extreme Geschwindigkeit und Präzision, mit der sich Anastasiya Nastenko vom Siegerteam „Kalinka“ gegen ihre männlichen Gegner zur Wehr setzten. Auch das Pärchen, das sich in der Disco gegen allerhand böse Buben zur Wehr setzen muss, hatte trotz nur einer Woche Trainingszeit und den entsprechenden technischen Defiziten einen guten Unterhaltungswert. Abschließendes Fazit: Eine tolle, perfekt organisierte und kurzweilige Veranstaltung, die viel Spaß auf mehr gemacht hat. Den Abend beendete ein gemeinsames Abendessen mit anschließendem, auch internationalem Gedankenaustausch und geselligem Beisammensein. Georg Kulot
Eine besondere Ehrung erfuhr auch Danny Schenck vom PSV Meiningen. Seit Jahren ist Danny für die Medienarbeit für die "Red Tigers" zuständig. Anlässlich der diesjährigen Meisterschaft bekam er deshalb ehrenhalber den 5. Kyu verliehen und ist damit auch ein Mitglied der "Ju-Jutsu-Gemeinschaft". Gratulation vom DJJV...
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