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Bundesseminar Ju-Jutsu und Jiu Jitsu 2008
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Bundesseminar Ju-Jutsu und Jiu-Jitsu 2008![]() Die Qual der Wahl - oder: für jeden was dabei! Nachdem ein kurzer Abriss des Bundesseminars bereits während der Veranstaltung hier auf DJJV.net veröffentlicht wurde, ist jetzt der erste Teil des Gesamtartikels im Ju-Jutsu Journal erschienen. Dieser, sowie zahlreiche zusätzliche Fotos sind somit auch für die Veröffentlichung im Netz freigegeben. Der zweite Teil des Artikels erscheint zeitgleich mit der Oktober-Ausgabe des Ju-Jutsu Journals. „Insgesamt 137 Angebote gab es beim Bundesseminar 2008 in Bad Blankenburg ! Um einen besseren Überblick über das Seminargeschehen zu geben, möchte ich als Autor das Geschehen in drei Bereiche unterteilen. Beginnen möchte ich nach der allgemeinen Einleitung mit dem Komplex Prüfung, Wettkampf und Selbstverteidigung. Im Oktober folgen dann die Themen Ausbildung und Polizei sowie die Aspekte Gesundheit und internationale Beziehungen. Vorab sind zwei Personen unbedingt zu erwähnen, ohne die diese Veranstaltung nicht den Stand hätte, den sie zwischenzeitlich erreicht hat: Joachim Thumfart, verantwortlich als Technischer Direktor des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes für den Seminarinhalt, schafft es immer wieder bekannte und unbekannte Trainer mit den verschiedensten Themen zusammen zu stellen. Bei dem Einsatz von über 30 Trainern pro Seminar ist es gar nicht so leicht ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Seminarteilnehmer herzustellen. Der Vizepräsident Breitensport Harald Born hat die Organisation fest im Griff und ist nicht nur gern gesehener Organisator in der Sportschule, sondern auch mittlerweile in der Gemeinde Bad Blankenburg bekannt, da er Kooperationen mit Hotels eingeht und auch im Rathaus der Stadt ein und aus geht. Die besondere Seminaratmosphäre, der angenehme Umgang miteinander, die Aufgeschlossenheit der Trainerinnen und Trainer, als auch die tolle Unterbringung und Verpflegung in der Sportschule machen den Besuch in Bad Blankenburg zu einem Erlebnis. Prüfung, Wettkampf, Selbstverteidigung In insgesamt fünf Dojos wurden täglich bis zu sechs aktive Trainingseinheiten angeboten. Die in unserem Leitbild geforderte Verbindung von Tradition und Moderne ist mit den zahlreichen Facetten unsers Ju-Jutsu leicht zu verwirklichen. Erstmals beim Bundesseminar wurde durch Jochen Kohnert die Goshin Jitsu No Kata wieder angeboten. Hebeltechniken durch Charly Scheel, Pistolenabwehr durch Jochen Kohnert, Prüfungstechniken durch Matthias Huber, Stock- und Messerabwehr in der Grundform durch Emanuel Hart, Gegen/Weiterführung, Wurftechniken sowie Armbeugehebel durch Achim Hanke, Hebel und Würge durch Michel van Rijt sowie Nothilfe durch mich selbst, könnte man dem traditionellen prüfungsrelevanten Teil zuordnen. Die Themen Selbstverteidigung versus Technik und Ausweichen und Meiden von Dirk Schumeier sind Fächerübergreifend zu sehen, ebenso wie das von Charly Scheel vorgetragene bewegliche Ju-Jutsu und das in der von Victor Malutenko in der Ukraine gelehrte Haku-Heisen-JJ. Colince Tatsa Tschinda aus Kamerun zeigte uns sein „Ju-Jutsu made in Africa“. Speziell für den Wettkampf wurde eine Turniervorbereitung durch Manfred Büchner, Dr. Steven Koch und Herbert Frese abgehalten. Kampfwürfe, Fightingtechniken und Taktik für den Wettkampf von Michel van Rijt, sowie Bodenrandori mit Joe Thumfart bildeten den Schwerpunkt für die Fighter. Der Duo-Wettkampf wurde durch Matthias Huber und Michael Korn in das Seminar eingebracht. Bereits am zweiten Tag des Seminars wurde in einer Abendveranstaltung ein kurzweiliges Turnier in den Basisbereichen Faustkampf, Wurfkampf, Bodenkampf und Duo ausgetragen. Der Bereich der Selbstverteidigung ist oft der Bereich, der die Seminarteilnehmer besonders interessiert, da hier sehr oft die so genannten „Exoten“ auftauchen, die Leute, die in kurzen Hosen, bunten Hemdchen, oder wie auch immer aussehend unterrichten. Und dem Zeitenwandel folgend, sieht die zahlreiche Schülerschar auch entsprechend bunt aus. Ich persönlich finde die Klamotten ja auch teilweise toll, aber als „älterer Mann“ muss man ja nicht mehr alles mitmachen – man macht sich ja auch mal schnell lächerlich wenn man jedem Trend hinterher läuft – und so sei mir das Tragen eines verhältnismäßig konservativen Outfits gestattet. Ein Magnet für die Teilnehmer ist und bleibt Emanuel Hart, der Stock- und Messertechniken für Fortgeschrittene, Doppelstock und Empty Hands gewohnt locker unterrichtete. Das erste Mal an Bord war Hans Clemens. Aus dem Thai-Boxen kommend, besitz er auch einen Dan im Ju-Jutsu und führte die Teilnehmer gekonnt in die Bereiche Knie- und Ellenbogentechniken, Defensive und Offensive Techniken für Hand und Fuß ein. Shoot Fighting mit Michel van Rijt und Grappling mit Joe Thumfart rundeten das Angebot ab. Karl-Heinz Kotzan widmete sich dem Formenwettkampf. Wie, ihr habt das noch nie gesehen? Am 11. Oktober wird in Meiningen/Thüringen sicherlich die Halle toben, wenn die Deutschen Meister in den Showvorführungen gekürt werden. Ein Hinweis, durchaus auch kritisch betrachtet, sei mir gestattet. Oft ist im Land zu hören: „Dort beim Bundesseminar sind doch nur Exoten, richtiges Ju-Jutsu findet doch nicht mehr statt!“. Das mag eine Wahrnehmung sein, da die Bilder mit den nicht weißen Bekleidungen besonders ins Auge fallen. Fest steht auch, dass sehr viele Teilnehmer den Blick über den Tellerrand wünschen und deswegen das Seminar buchen und die „Exoteneinheiten“ oft sehr überlaufen sind. Aber deswegen machen wir doch JJ ( Ju-Jutsu und Jiu-Jitsu ) und stehen zu unseren Grundwerten. Wer die Auflistung der Themen bisher aufmerksam gelesen hat, wird sicherlich feststellen, dass der Bereich des traditionellen Angebots trotz allem überwiegt. Hinzu kommt, dass es so genannte Massenthemen gibt und halt sehr interessante Dinge, teilweise hochspezialisiert, die nur eine kleine Gruppe von Sportlern interessiert, die aber wiederum maximalen Gewinn aus dem Thema ziehen. Mein Tipp: Dabei sein und die für einen selbst wichtig erscheinenden Dinge heraus suchen, fleißig trainieren, beim Yoga entspannen und dann beurteilen. Da wir unterbringungstechnisch an unsere Grenzen kommen, müssen wir nun entscheiden, ob wir im nächsten Jahr das Hotelangebot ausweiten. In der Sportschule wird nur eine gewisse Bettenanzahl für die Referenten, Organisatoren und Familien geblockt. Der weitaus größte Teil der Zimmer wird nach Zahlungseingang vergeben. Das Hotel Steinhof in der unmittelbaren Nähe der Sportschule haben wir schon komplett gebucht. Ob wir im nächsten Jahr, vom 16. bis 22. August 2009, weitere Häuser anbieten, die Jugendherberge wieder hinzu nehmen, die Stellplätze für Wohnwagen ausweiten, werden wir sehen. Fest steht jetzt schon, dass mit Bernd Hillebrand der langjährige und erfolgreiche Organisator des Bundesseminars und ehemalige Technische Direktor als Trainer vor Ort sein wird. Weiter geht es im Oktober… Euer Herbert Frese
Bildergalerie:Bitte beachten, Fotos unterliegen zum Teil dem Copyright des Vizepräsidenten der Jiu-Jitsu Union Schleswig-Holstein Thomas „Tom“ Rinken. Nutzungsvereinbarungen sind hier einzusehen.
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