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22.10.05 08:58 Alter: 5 Jahr(e)

1. adh-open Uni-Cup Ju-Jutsu 2005

Kategorie: Wettkampf

Von: Ch. Magoley und Ph. Neuwirth

67 Sportler von 24 Hochschulen beim Uni-Cup 2005 an der RWTH Aachen am Start. Aachener Ju-Jutsuka Sven Butschko verteidigte seinen Titel. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sorgten für reibungslosen Ablauf in der Sporthalle am Königshügel.

Wer als Studierender die Kampfsportart Ju-Jutsu als Wettkampfsport betreibt, der fand sich beim Uni-Cup Ju-Jutsu in der Sporthalle Königshügel in Aachen wieder. Ingesamt gingen 67 Ju-Jutsukas von 24 Hochschulen bundesweit in die Zweikämpfe, darunter Studierende aus Rostock, Hamburg, Karlsruhe und Würzburg. Bis in den späten Nachmittag begeisterte der Uni-Cup Laien und Fachpublikum mit spannenden Wettkämpfen. Parallel ausgetragene Halbfinalkämpfe steigerten den Spannungsbogen bis zu den Finalkämpfen. Den Höhepunkt setzte der spannende Finalkampf in der Klasse der Herren bis 69 kg. Nach einem hochkarätigen und spannenden Kampf mit 12:13 mobilisierte Benno de Brouwer, mit dem Beifall des heimischen Publikums im Rücken, noch einmal alle Energiereserven, verlor jedoch ganz knapp gegen Christoph Grabands von der Universität Hamburg.

Der Aachener Hoffnungsträger und inzwischen amtierender Westdeutscher Meister und Dritter der Deutschen Meisterschaft, Sven Butschko, verteidigte erfolgreich seinen Titel vom 1. Uni-Cup in der Gewichtsklasse über 94 kg. Eine Riesenkarriere, wenn man bedenkt, dass der Aachener Maschinenbaustudent erst vor zwei Jahren mit Ju-Jutsu anfing. „Ich hatte zwar schon mal Judo in meiner Kindheit betrieben aber ansonsten war Ju-Jutsu ein komplett neuer Sport, den ich erst durch das Hochschulsportangebot in Aachen kennenlernte“, verriet er beim Pressegespräch am Veranstaltungstag. Mit seiner erneut überragenden Leistung trug er auch maßgeblich dazu bei, dass das Aachener Team einen verdienten zweiten Platz errang. Den 1. Platz holte sich das Team der FH Wiesbaden, das sich vor allem in den Klassen der Damen als besonders leistungsstark erwies. Neben dem sportlichen Ehrgeiz, standen aber auch viele andere Ziele beim „adh-open Uni-Cup Ju-Jutsu“ im Vordergrund. So galt es für einige Ju-Jutsukas erstmals Wettkampfluft zu schnuppern und sich beim Uni-Cup in einem buntgemischten Starterfeld aus Hobby- und Spitzensportler zu behaupten. Besonders erfreulich war es, dass auch die World-Games-Siegerin und mehrfache Welt- und Europameisterin Sabine Felser bereits zum zweiten Mal die weite Anreise quer durch die Republik zum Aachener Uni-Cup auf sich genommen hatte. Verletzungsbedingt musste sie aber auf die Teilnahme in diesem Jahr verzichten, sorgte jedoch als Trainerin für die Rückenstärkung und Betreuung der Rostocker Uni-Mannschaft.

Nach dem 1. Uni-Cup im Rahmen des „Jahr der Hochschulsports in NRW 2003“ gelang es,die zweite Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) als „adh-open“ auszuschreiben. Mit der Durchführung des zweiten Uni-Cups Ju-Jutsu wurden nun auch alle offiziell notwendigen Vorraussetzungen gegenüber dem adh erfüllt, die für die baldige Ausrichtung einer offiziellen Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM) Ju-Jutsu notwendig sind. Eine Zielsetzung, die Hauptorganisator Philipp Neuwirth und seinem Team aus mehr als 30 ehrenamtlichen Helfern der Ju-Jutsu Hochschulgruppe ganz besonders am Herzen liegt. Neben der ehrenamtlichen Hilfe vor Ort, sorgte vor allem die enge Zusammenarbeit mit dem DJJV und dem Hochschulsportzentrum an der RWTH Aachen (HSZ) für einen reibungslosen Ablauf. Besonderer Dank gilt den Kampfrichtern, die trotz teils weiter Anreise mit Ihrem Verzicht auf eine Vergütung nach Spesenordnung den Uni-Cup überhaupt finanzierbar gemacht haben.

Alle Beteiligten hoffen, dass aufgrund der positiven Erfahrungen der beiden Uni-Cups Ju-Jutsu in den nächsten Jahren eine offizielle DHM Ju-Jutsu als konsequente Fortsetzung folgt.

 

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