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7.04.08 04:16 Alter: 2 Jahr(e)
DJJV-Team erfolgreich bei Paris Open Kategorie: Wettkampf Gelungene WM-Vorbereitung Wie seit vielen Jahren nutzte das deutsche Team die Paris Open als eines der Nominierungsturniere für die kommenden Weltmeisterschaften. Aus diesem Grund war fast das komplette A/B Bundeskader vertreten. Unter der Führung unseres Vizepräsidenten Leistungssport Uli Muchow reiste das Team bereits am Freitag an. Auf der Matte wurden die Athleten betreut vom Teamchef Roland Köhler, den Bundestrainern Bernd Breuer, Steffen Heckele und Markus Grimminger. Als zusätzlicher Unterstützungscoach war unser Weltmeister Andreas Kuhl mit dabei. Andreas konnte wegen eines Muskelfaserrisses leider nicht selbst starten. Vom medizinischen Team des DJJV betreuten Steffen Clausnitzer und unser Mannschaftsarzt Dr. Gunther Pitsch die Athleten. Als deutsche Kampfrichter vertraten uns Susanne Warmuth, Harald Januszewski und Heinz Pritzl. Da zeitgleich auf 6 Matten gekämpft wurde, hatten die Fighting Coaches alle Hände voll zu tun. Selbst unser anwesender Vizepräsident Uli Muchow stand multifunktional zeitweise als Betreuer auf der Matte. Die Kämpfe begannen am Samstag bei den Damen in der 55kg Klasse. Hier war als einzige deutsche Teilnehmerin unsere zweifache Juniorenweltmeisterin Heidi Diedering am Start. Diese konnte wieder einmal voll überzeugen. Im ersten Kampf deklassierte sie die Russin Olga Shitova mit 11:1 Punkten. Mehrere schöne Faustippons brachten Heidi schnell in Führung. Immer wenn die Russin angreifen wollte, lief sie in die Stopptritte von Heidi. Auch in Part 2 konnte sich Heidi mit einem Opferwurf kleine Vorteile verschaffen. Im zweiten Kampf drehte Heidi noch mehr auf. Mit 21:5 vernichtete sie ihre Gegnerin förmlich. Hier fehlte nur der Bodenippon zum vorzeitigen Ende. Ihre härteste Gegnerin war die Polin Martina Byronska. Mit ihren unkonventionellen Kampfstill brachte sie Heidi immer wieder in Bedrängnis. Leider verletzte sich Martina während des Kampfes so, das sie nicht mehr weitermachen konnte. Im Endkampf traf Heidi dann auf die mehrfache Welt- und Europameisterin Annabelle Reydy. Die mit Sicherheit älteste und die jüngste Kämpferin des Turniers trafen hier aufeinander. Die Französin, Reydy mit wesentlich mehr Erfahrung, extrem stark und vor heimischen Publikum. Heidi, mit dem Drang der Jugend und den absoluten Willen zum Sieg. Der Kampf war von Anfang an taktisch bestimmt. Heidi versuchte möglichst Punkte im Part 1 zu machen, Reydy versuchte nur Ippontechniken anzubringen, um den Kampf vorzeitig zu beenden. Dies ist eine ihrer großen Stärken wie sie immer wieder bewiesen hat. Ein Ippon in Part 1 reicht ihr zumeist, da sie im Part 2 und 3 extrem stark ist. Aber Heidi passte auf, punktete im Part 1 und konnte die Französin sogar im Part 2 werfen. Ein nervenzerfetzender Kampf. Immer wieder versuchte die Französin zu punkten. Immer wieder konnte Heidi ausweichen und ihren Vorsprung bis zum Schluss halten. Heidi war an diesem Tag die Bessere und einfach nicht zu schlagen. Mit 5:3 konnte sie den Kampf beenden und sich damit den ersten Platz sichern. Bei den Damen bis 62kg waren alle A/B Kaderathletinnen am Start. Unsere Vizeweltmeisterin Sabrina Hatzky, Carina Neupert, dritte bei den Europameisterschaften in Italien und aus der Jugend neu im B Kader Claudia Behnke. Für Sabrina war es ein optimaler Auftaktkampf. Überzeugend, mit schönen Ippontechniken konnte sie die Belgierin Wendy Driesen schlagen. Im zweiten Kampf lief ging es genau so gut an. Sabrina lag weit in Führung, als sie von den Kampfrichtern (diese legten während der Kämpfe ihre Prüfung zum Internationalen Kampfrichter ab) unverständlicherweise eine Verwarnung nach der anderen erhielt. Sabrina verlor daraufhin die Nerven und verlor den Kampf mit 14:0. Dass einige dieser Kampfrichte ihre Lizenz später nicht erhielten, war kein Trost für die deutsche Athletin. In der Trostrunde konnte sie gegen ihre Kaderkollegin Claudia Behnke und die Polin Claudia Dabeck nochmals überzeugen, musste aber den Kampf um den dritten Platz gegen Mirjana Martinovic aus Montenegro mit 14:10 abgeben. Ihrer Kaderkollegin Carina Neupert erging es nicht besser. Im ersten Kampf konnte sie die Polin Claudia Dabek mit 6:4 in die Trostrunde verweisen, traf dann auf das gleiche Kampfrichterteam wie zuvor Sabrina Hatzky. Und dies ausgerechnet im Kampf gegen die amtierende Europameisterin und spätere Siegerin Tanzille Jannson aus Schweden. Mit sauberen Punkten konnte sie eine leichte Führung herausarbeiten. Mehrere Male konnte sie die Schwedin treffen. Dann wendete sich das Blatt. Tanzille Janson konterte Carina öfters aus und führte mit einem Punkt als es am Boden zum Eklat kam. Die Schwedin, in der Rückenlage unter Carina liegend, hatte diese zwischen den Beinen und versuchte zu würgen. Carina verhinderte den Würgeangriff mit beiden Händen. Eigentlich hätte jetzt ein „Mate“ (Stopp) folgen müssen. Doch der Hauptkampfrichter sagte „Osae komi“ (Haltegriff) an, obwohl die deutsche Athletin auf der Schwedin lag. Die Seitenkampfrichter wollten unterbrechen, zeigten dies an, trauten sich aber dann doch nicht. Als Carina versuchte aus dem Haltegriff zu kommen, musste sie ihre Verteidigung gegen den Würger aufgeben. Dies nutzte die Schwedin aus, würgte Carina ab und gewann dadurch den Kampf vorzeitig. Die Entschuldigungen der Kampfrichter nach den Kämpfen, dass sie ihren Fehler einsahen, nutzten der Athletin leider nichts. In der Trostrunde konnte Carina zwar noch zwei Kämpfe überzeugend gewinnen, dann kam aber das aus im Kampf um den dritten Platz gegen die Französische Weltmeisterin Isabelle Bacon. Mit 6:0 Punkten lag sie kurz vor Schluss zurück. Ein Fußstoß seitwärts Ippon, ein Wurfippon verkürzten auf 6:4. 5 Sekunden vor Schluss Fußstoß seitlich von Carina Stand 6:6, Carina steigt in einen Wurf ein und wird von der Französin voll gekontert. Ein Kampf wie er spannender nicht hätte sein können. Claudia Behnke, unsere dritte Kämpferin in der Gewichtsklasse konnte leider nur wertvolle Erfahrungen sammeln und musste sich in ihren beiden Kämpfen geschlagen geben. Bei den Männern kämpften am ersten Tag die Gewichtsklassen -69kg, -85kg und +94kg. In der Gewichtsklasse bis 69 kg waren drei deutsche Teilnehmer am Start. Felix Gläser musste sich leider in seinem ersten Kampf gegen den Franzosen Mohamed Ahardane sehr knapp mit 18:19 geschlagen geben. Besser lief es für Andrej Tierbach und Alexander Reicher. Beide konnten sich mit drei gewonnen Vorrundenkämpfen bis ins Halbfinale vorkämpfen. Während Alexander einen Sieg gegen den Russen Dimitry Beshenets verbuchen konnte, musste sich Andrej gegen Julien Boussuge geschlagen geben. Den Kampf um Platz drei konnte Andrej wiederum für sich entscheiden und sicherte sich somit den Dritten Platz. Im Finale traf Alexander somit auf Boussuge. Hier hatte Alex leider keine Chance und musste sich vorzeitig geschlagen geben. Der zweite Platz ist jedoch bei der starken Besetzung des Teilnehmerfeldes ein sehr gutes Ergebnis. In der Gewichtsklasse bis 85 kg startete lediglich Maik Poser als einziger Deutscher Teilnehmer. Andreas Kuhl konnte aufgrund einer Verletzung leider nicht an den Start gehen. Er war jedoch auch vor Ort und konnte Maik hilfreiche Tipps zu seinen Gegnern geben. Nach einem Auftaktsieg gegen Geoffrey Vincent musste sich Maik im zweiten Kampf gegen den späteren Sieger Sébastien Coste aus Frankreich mit 5:9 geschlagen geben. In der Trostrunde gelang Maik dann ein klassischer Durchmarsch. Nach 3 Siegen gegen Polen, Russland und Belgien stand er im Kampf um Platz drei. Auch hier lies Maik nicht anbrennen und sicherte sich mit einem 19:11 den Dritten Platz. In der schwersten Gewichtsklasse des Tages war wiederum nur ein Deutscher Teilnehmer vertreten. Hier ging Carlo Clemens an den Start. Auch Carlo konnte den ersten Kampf für sich entscheiden, musste sich allerdings im Halbfinale gegen den späteren Sieger Christian Kalonji aus Russland geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei schlug Carlo den Polen Slawomir Koziel und sicherte sich somit ebenfalls den Dritten Platz. Im Duo Wettkampf starteten am ersten Tag die Athleten in den Klassen Damen und Herren zeitgleich auf zwei Matten. Die beiden Bundestrainer Markus Grimminger und Bernd Breuer hatten aufgrund der kurzfristigen Paaränderungen und Aufrufe alle Hände voll zu tun die Athleten rechtzeitig kampfbereit zu haben. Bei den Herren starteten die wieder ins Kader gesichteten Juri Hatzenbühler und Richard Hohenäcker, sowie Raphael Rochner und Dries Beyer. Für Juri und Richard galt es nach der erfolgreichen Vergangenheit wieder Fuß zu fassen auf internationalem Niveau, und ihr neues Programm den Kampfrichtern zu präsentieren. Bereits der 1. Kampf zeigte, dass die beiden nichts verlernt haben. Souverän konnten sie sich gegen ihren französischen Gegner durchsetzen und auch im nächsten Kampf holten sie sich einen ungefährdeten Sieg. Im Einzug um das Halbfinale dann allerdings ein Ausrutscher gegen die Spanier und so mussten die beiden in die Trostrunde. Dort konnten Hatzenbühler und Hohenäcker ihren nächsten Kampf gegen ein weiteres französisches Paar gewinnen und standen damit kurz vor dem Einzug in das kleine Finale. Gegen dieses französische Paar reichte es dann leider nicht mehr und so stand am Ende der 7. Platz zu buche. Raphael Rochner und Dries Beyer starteten leider nicht so gut, im ersten Kampf mussten die beiden nach einem Fehler in die Trostrunde. Motiviert und konzentriert konnten sich dann in ihren nächsten zwei Kämpfen gegen Gegner aus Montenegro und Polen durchsetzen. Gegen ihr nächstes Team aus Frankreich war dann leider Endstation. Am Ende dann der 9. Platz für die beiden jungen Kämpfer. Bei den Damen lief es deutlich besser. Maria Salzeder und Ramona Brandl konnten sich ebenso wie Janine Ostmann und Nadja Kuhlmann am Ende über einen verdienten 3. Platz freuen. Im Kampf um Platz 3 verwiesen Nadja und Janine die Schweden auf Platz 5, Maria und Ramona konnten das starke Team aus Montenegro auf die hinteren Plätze verweisen. Für die beiden neu ins Kader gesichteten Damen Nadja und Janine ein toller Start auf internationalem Level. Pünktlich ging es am Sonntag um 10.00 Uhr wieder los. Bei den Damen starteten im ersten Kampf zeitgleich die Gewichtsklassen +70kg und – 70kg. Hier waren die Probleme für unseren Bundestrainer Damen vorprogrammiert. Im ersten Kampf des Tages +70kg trafen Seher Dumanli und die Spanierin Yolanda Sanchez aufeinander. Obwohl Seher zu Anfang sehr nervös war, fand sie auf der Matte sofort zu ihrem gewohnten Kampfstil. Immer wieder punktete sie mit ihrer gefürchteten Handkante. Ein schöner Ipponwurf mit anschließender Haltetechnik beendete diesen Kampf vorzeitig. Gegen Alla Paderina aus Russland ließ Seher ebenfalls nichts anbrennen. Mit 10:6 konnte sie diesen Kampf souverän gewinnen. Im Endkampf ging es dann gegen die altbekannte Dänische Spitzenkämpferin Taja Luthje. Hier fand Seher diesmal leider kein Konzept. Alle Versuche die Dänin zu stoppen wurden von dieser verhindert. Immer wieder punktete Luthje mit Faust- und Fußstößen und konnte Seher sogar werfen. Mit 12:3 musste Seher den Kampf abgeben und sich diesmal mit den zweiten Platz zufrieden geben. Mit Sicht auf die kommende Weltmeisterschaft ein Ergebnis mit dem sie leben kann. Nadine Borst, erstmal mit dem Bundeskader im Ausland unterwegs, konnte leider nur internationale Erfahrung sammeln und noch keine Kampf gewinnen. Hier zeigte sich wieder wie wichtig solche Turniere sind: Erfolge bei World Games, Welt- oder Europameisterschaften sind nur mit internationaler Erfahrung möglich. Bis 70 kg waren unsere Vizeweltmeisterin Sonja Kinz und Ira Treske am Start. Sonja hatte den ersten Kampf gegen die Französin Aurore Pochron. Mit 10:6 lieferte sie hier ein gutes Ergebnis ab. Dann ging es gegen die Spanierin Ana Maria Garcia. Jetzt war Sonny aufgewacht. Immer wieder punktete sie mit Fausttechniken zum Körper der Spanierin. Zwei Halbkreistritte zum Kopf brachten ihr zwei Ippons. Ein schöner Schulterwurf brachte ebenfalls Punkte. Leider konnte sie die Spanierin nicht am Boden festhalten, sonst wäre der Kampf schon vorzeitig zu Ende gewesen. Mit 18:4 beendete sie überzeugend diese Runde. Auch gegen die Belgierin Stefanie Wautrs überzeugte Sonja mit 14:7 Punkten. Dann kam es im Endkampf wie zu erwarten gegen die amtierende Europameisterin Melanie Lavis, neben Sonja die zur Zeit stärkste Athletin in dieser Gewichtsklasse. Und Sonja wollte es wissen. Immer wieder punktete sie mit Atemitechniken und konnte die Französin auf Ippon werfen. Aus dem anschließenden Haltegriff von Sonja konnte Lavis sich wieder haurauswinden. Dann kam ein Einbruch und die Französin holte auf, überholte, Sonja verletzte sich am Fuß, Verletzungspause, die Spannung stieg, Sonja erholte sich in dieser Pause wieder mental und Punktete wieder, doch leider reichte die Zeit nicht mehr und Sonja musste den Kampf mit 14:10 abgeben und sich mit den zweiten Platz begnügen. Doch auch hier gilt das Gleiche wie bei Seher, die kommende Weltmeisterschaft zählt und beide wissen, sie können ihre Gegnerinnen schlagen. Ganz frech kämpfte Ira Treske in der Gewichtsklasse bis 70kg auf. Erstmals dabei, konnte sie, was selten einem Athleten gelingt, sich gleich eine Medaille erkämpfen. Im ersten Kampf schaffte sie gegen Sabine Mathiasen einen vorzeitigen Sieg durch technische Überlegenheit. Dann ging es gegen die amtierende Europameisterin. Auch hier ließ sie nichts anbrennen. Eine Handkante zum Kopf der Französin brachte ihr eine 2:0 Führung. Eine ganze Weile ging der Kampf ausgeglichen hin und her. Die Französin hatte die Deutsche einfach unterschätzt. Zum Schluss setzte sich doch die größere Erfahrung der Europameisterin durch, ein Wurfippon mit anschließender Haltetechnik beendete den Kampf vorzeitig. Auch in der Trostrunde blieb die Motivation der Deutschen ungebrochen. Die Französin Aurore Pochon musste sich mit 15:8 geschlagen geben, ebenso die erfolgreiche Polin Izabelle Adamcyk, diese sogar mit 14:2 Punkten. Im Kampf um den dritten Platz gelang Ira gegen die Belgierin ein 14:0. Damit ein verdienter 3. Platz für die sympathische Kämpferin und für unseren Frauenbundestrainer die Aussicht auf eine weitere erfolgreiche Kämpferin in dieser Klasse. Bei den Männern bis 77 kg ließ Mario Staller nach einem Freilos in seinem Auftaktkampf dem Gegner Abdoul mit 21:6 keine Chance. Auch der amtierende Vize-Weltmeister Ingholt aus Schweden konnte nicht glauben, dass er 20 Sekunden vor Ende der Kampfzeit mit 25:5 Punkten gegen den Wiesbadener im Rückstand lag. Vermutlich durch seinen Frust ließ er sich zu einer Kurzschlusshandlung hinreißen und schlug dem Wiesbadener mit einer verbotenen Technik derart auf die Nase, dass diese sofort mit dem Verdacht auf einen Nasenbeinbruch behandelt werden musste. Konsequenterweise wurde Ingholt disqualifiziert. Bis zum nächsten Kampf musste Staller wieder vom deutschen medizinischen Personal „kampffähig“ gemacht werden. Die starke Blutung konnte durch Tamponaden zwar gestoppt werden, doch war die Atmung jetzt nur noch durch den Mund möglich. Der Siegeswille des A-Kaderathleten schien sich dadurch nur zu steigern. Mit 12:3 gewann er souverän das Viertelfinale und machte durch ein 15:10 im Halbfinale deutlich, dass er die Goldmedaille nach Deutschland holen wollte. Im Finale stand Staller dem Franzosen Kunsa und dem französischen Publikum gegenüber. Dadurch wenig beindruckt und angefeuert von den mitgereisten deutschen Fans deklassierte er den Franzosen mit 15:2 Punkten. Georg Knebl verlor seinen zweiten Kampf gegen den Franzosen Ndoumbe. In der Trostrunde drehte er dann nochmal richtig auf und Bezwang Atrachimowicz aus Polen und Gracia aus Spanien. Lediglich von dem Franzosen Ribere aus Frankreich konnte Georg gestoppt werden. Somit Platz 7 für den Athleten aus Bayern. Peter Müller und Christian Bernhardt fanden beide nicht zu ihrer Form und schieden frühzeitig aus. Christopher Müller gewann in der Klasse bis 94 kg den Auftaktkampf gegen den Russen Niktin mit 12:6. Auch Holmquist aus Schweden wurde von Christopher mit 15:12 besiegt. Im Halbfinale wurde Christopher dann vom späteren Turniersieger Tomasz Szewczak aus Polen äußerst knapp mit 8:7 besiegt. Im Kampf um Platz 3 konnte Chirstopher nicht mehr mithalten: Der Spanier Odeh gewann mit 15:9. Auch Martin Scheibe konnte seine ersten beiden Kämpfe deutlich für sich entscheiden. Im Halbfinale gegen Jacek Szewczak aus Polen musste Martin dann allerdings eine Niederlage hinnehmen. Auch Martin konnte sich nicht im Kampf um Platz 3 durchsetzen. Mit 9:4 unterlag er dem Russen Veselovzorov. Somit Platz 5 für Martin Scheibe und Christopher Müller. Die deutschen Starter in der Gewichtsklasse bis 62 kg, Andreas Dold, Andreas Herglotz und Christoph Gabrands, konnten jeweils die ersten beiden Kämpfe für sich entscheiden. Andreas Herglotz ließ De Vent aus Belgien und Suchkov aus Russland keine Chance. Beide Starter besiegte er vorzeitig mit „Full Ippon“. Anschließend verlor er gegen den späteren Turniersieger Giminez aus Frankreich mit 6:9. In der Trostrunde ließ Andreas dann nichts mehr anbrennen. Mit vorzeitigen Siegen gegen den Franzosen Beauvallet und den Belgier De Vent zog er in das kleine Finale ein. Hier konnte er sich gegen Garica aus Spanien durchsetzen und sicherte sich so die Bronzemedaille. Andreas Dold besiegte den Belgier Tjonck mit „Full Ippon“ und den Franzosen Beauvallet mit 13:5. Gegen den Franzosen Garcia musste sich Andreas dann mit 5:2 geschlagen geben. Christoph fegte die französischen Starter Chazette (vorzeitig mit „Full Ippon“) und Infante (6:0) von der Matte. Auch er musste sich im Dritten Kampf Korkzavykh aus Russland geschlagen geben. In der Trostrunde trafen dann die beiden deutschen Starter aufeinander. Nach einer Führung von Andreas Dold traf ein Schlag von Christoph so hart und unglücklich, dass Andreas bewusstlos zusammenbrach und nicht mehr weiterkämpfen konnte. Platz 7 für Andreas Dold. Christoph verlor im Anschluss das kleine Finale gegen Varenne aus Frankreich knapp mit 11:9 und musste sich mit dem undankbaren 5. Platz zufrieden geben. Im Duo stand am Sonntag Mixed auf dem Programm. Im Aufgebot gleich drei Paare aus dem DJJV-Kader. Sina Sobbe und Steven Koch konnten sich in ihrem ersten Kampf durchsetzen, trafen dann aber im zweiten Kampf auf die späteren Turniersieger aus Frankreich. Dort gaben die beiden zwar Alles, aber das Team aus Frankreich konnte durch blitzschnelle Aktionen und saubere Techniken überzeugen. In der Trostrunde dann das Aus gegen ein Team aus Schweden. Ärgerlich war hier ein Fehler der Hauptkampfrichterin, die zweimal den gleichen Angriff ansagte und damit unser Team aus dem Konzept brachte. Auch Mike Blatt und Silvia Böhling, die als letztjährige deutsche Meister ins Kader gesichtet wurden konnten ihre ersten internationalen Erfolge verbuchen. Im ersten Kampf gegen das Team aus Polen sicherten sie sich den Einzug in die nächste Runde. Dort schieden sie dann aber gegen die späteren Finalteilnehmer knapp aus und mussten dann in der Trostrunde gegen das Team Belgien ebenfalls knapp die Segel streichen. Die Geschwister Spindel starteten motiviert und mit vollem Einsatz, konnten aber am Ende jeweils gegen Teams aus Frankreich und Montenegro leider das Ruder nicht mehr herumreißen. Alles in allem ein erfolgreicher Wettkampf für das Deutsche Team der auf die kommenden Weltmeisterschaften hoffen lässt. Zur Ausrichtung gibt es noch zu sagen, das diese sehr professionell gelaufen ist. Nur wenige unnötige Verzögerungen an den Matten, dadurch war das Turnier am ersten Tag bereits um 19.00 beendet, obwohl der Kampfbeginn erst um 13:00 Uhr war. Am zweiten Tag Kampfbeginn 10:00 Uhr und das Ende ebenfalls so um 19:00 Uhr. Dadurch konnte sich das deutsche Team rechtzeitig auf die Rückreise machen und einige Betreuer und Athleten, die Montag noch arbeiten mussten, kamen rechtzeitig zum Dienst. An dieser Stelle ein Dankeschön an unsere Kampfrichter Susi, Harald und Heinz, die mit zu den Besten des Turniers zählten und die mit Sicherheit viel dazu beigetragen haben, den guten Ruf Deutschlands auch von dieser Seite aus zu festigen. Ein Dankeschön auch an unser Med-Team, das die Athleten wieder optimal betreute. Wie wichtig es ist, dass wir ein optimal ausgebildetes Med-Team dabei haben, zeigte sich im Kampf in der 55kg Klasse, als sich die Polin Martyna Bieronska den Arm auskugelte. Erst durfte unser Mannschaftsarzt nicht auf die Matte, obwohl er helfen wollte. Als dann der Französische Arzt nicht wusste was er tun sollte, durfte auf unser Drängen unser Mannschaftsarzt die Athletin behandeln. Innerhalb weniger Sekunden hatte er den Arm wieder eingerenkt, die größten Schmerzen waren weg und die Verletzungsdauer dürfte sich dadurch extrem verkürzt haben. Ab dann durfte unser Med-Team jederzeit auf die Matte und wurde meist vorrangig vor dem Französischen Arzt gerufen. Ein weiteres Dankeschön an unser Betreuer, allen voran unseren Vizepräsidenten Uli Muchow, unseren Teamchef und Bundestrainer Frauen Roland Köhler, unseren Bundestrainern Markus Grimminger, Bernd Breuer und Steffen Heckele und an unseren Weltmeister und Betreuer Andreas Kuhl. Zum Schluss muss hier auch der Geschäftsstelle des DJJV gedankt werden, die diese Reise optimal organisierte und immer ansprechbar war. Dies galt auch für das Wochenende, außerhalb der regulären Geschäftszeiten. Medienteam Bundeskader
Ergebnisse der Paris Open 2008 Fighting Damen -55kg -62kg -70kg +70kg Herren -62kg -69kg -77kg -85kg -94kg +94kg Duo
Duo Women
Duo mix
Duo men |
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