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22.12.08 10:09 Alter: 3 Jahr(e)

Hebeln, Knebeln, Heiterkeit – das 4. Polizei-Bundesseminar

Kategorie: DJJV, Polizei, Lehrgänge, Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu

Von: Jörg Schmidt

Wenn eine Veranstaltung etliche hundert gestandene Praktiker aus den Reihen von Polizei, Zoll, Justiz und Bundeswehr dazu veranlasst, unter Aufopferung eines kostbaren dienstfreien Wochenendes aus allen Ecken Deutschlands an einem Ort zusammenzutreffen, um sich dort gemeinsam auszutauschen und zu trainieren, dann kann es sich dabei im Grunde nur um das alljährliche Polizei-Bundesseminar des DJJV handeln. So trafen sich auch dieses Jahr am 24. - 26. Oktober wieder 270 Kollegen aus nahezu allen deutschen Vollzugsbehörden sowie aus dem europäischen Ausland (Niederlande und Österreich) im rheinland-pfälzischen Enkenbach-Alsenborn.

Wie schon beim letzten Mal überstieg die Anzahl der Anmeldungen auch dieses Jahr die verfügbaren Seminarplätze wieder bei weitem, so dass nur diejenigen Interessenten, die zeitnah auf die Ausschreibung reagiert hatten, einen der begehrten Plätze bekommen konnten. Dies zeigt, was für einen guten Ruf das Polizei-Bundesseminar bereits nach drei Jahren hat. Die Möglichkeit, sich über neue Entwicklungen im Bereich der Eigensicherung und des taktischen Trainings zu informieren, neue Einsatzmittel kennen zu lernen, Anregungen für das eigene Training zu gewinnen, Einsatzerfahrungen mit Kollegen aus anderen Behörden auszutauschen und persönliche Kontakte in andere Bundesländer zu knüpfen, wird augenscheinlich von vielen Kollegen bundesweit begeistert angenommen.

Das Seminar wurde wie schon im vergangenen Jahr in der Liegenschaft der 1. BPA der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz durchgeführt und stand unter der Schirmherrschaft des Innenministers des Landes Rheinland-Pfalz, Herrn Karl Peter Bruch. „Frühbucher“ durften sich über unentgeltliche Unterbringung in Zweibettzimmern in der Liegenschaft freuen, während die „Spätentschlossenen“ aufgrund der beschränkten Kapazitäten selber für externe Unterbringung in Hotels und Ferienhäusern sorgen mussten.

Der Leiter der 1. BPA, Polizeidirektor Karl Höhn, hieß die Teilnehmer am Freitagmittag mit einer Begrüßungsansprache willkommen und betonte dabei den hohen Stellenwert, den das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz einem realistischen und praxisbezogenen Einsatztraining zumisst. Ebenfalls begrüßt wurden die Lehrgangsteilnehmer von dem Präsidenten des DJJV Herbert Frese, der sich sichtlich erfreut über den Teilnehmerandrang und über die logistischen Leistungen des Organisationsteams zeigte. Herbert Frese bedankte sich insbesondere für letzteres sehr herzlich bei den Organisatoren Jörg Schmidt (Direktor für Behördensport im DJJV), Dietrich Brandhorst (Präsident des JJVRP) und Fred Zwick (1. BPA Enkenbach, Polizei-Beauftragter im JJVRP), die die komplette Planung und organisatorische Abwicklung des Seminars erledigt hatten, von der Auswahl der Inhalte und Referenten über die Bereitstellung von Unterkunft und Verpflegung bis hin zur Vorbereitung der Räumlichkeiten. Nachdem auch das Organisationsteam sich vorgestellt und den zahlreichen weiteren Helfern gedankt hatte, ging es mit der ersten Trainingseinheit los.

Dieses Jahr waren die folgenden Referenten und Trainer angereist:

  • Volker Bachmann (Polizeipräsidium Koblenz)
  • Kai-Uwe Nielsen (Polizeidirektion Itzehoe)
  • Martin Kohl (Landespolizeischule Enkenbach)
  • Armin Berberich (Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen)
  • Erich Louris, Karl-Heinz Rößer (Polizeipräsidium Südhessen)
  • Andreas Brandhorst, Stephan Roggenkamp, Frank Wilken (LKA Hessen)
  • Michael Bandel, Rainer und Jürgen Ortlieb (SEK Rheinland-Pfalz)
  • Martin Olk, Thorsten Tolksdorf, René Steinhauer, Norman Wiesemeyer (Zoll)
  • Michael Radner, Lars Lipke, Horst Sandfort (Fa. TASER)
  • Oliver Puff (PP Frankfurt)
  • Ingo Althoff (Hessische Polizeischule)
  • Michael Weber, Otmar Riedel (Polizeipräsidium Westpfalz)
  • Jörg Schmidt, David Fritsche, Thorsten Krämer, Guido Nink (Polizeipräsidium Westhessen)
  • Fred Zwick (Bereitschaftspolizei Enkenbach)
  • Wolf Jördens (Staatsanwaltschaft Wiesbaden)
  • Ralf Pfeifer (Polizeipräsidium Karlsruhe)
  • Nils Schalhorst (LKA Hamburg)
  • Heino Weiss (Stadtpolizei Bregenz/Österreich)
  • Silvio Birkenwald, Jens Kändler (LKA Thüringen)
  • Albrecht Huf (Fa. German Precision Rifles)
  • Sina Frese (Bereitschaftspolizei Kassel)
  • Heiko Schwarz (Bundespolizeiinspektion Guben)
  • Herbert Frese (Verwaltungsfachhochschule Kassel)
  • Holger Klein (Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main)

Die große thematische Bandbreite der Seminarinhalte brachte es mit sich, dass zu jedem Zeitpunkt sieben bis acht verschiedene Trainingseinheiten parallel zueinander stattfanden. Insofern musste jeder Teilnehmer für sich selber Schwerpunkte setzen und sich unter den vielfältigen Inhalten seine eigenen Favoriten heraussuchen.

Armin Berberich und Martin Kohl stellten in ihrer Trainingseinheit die Anwendungsmöglichkeiten des israelischen Selbstverteidigungssystems Krav Maga für die Polizei dar.  Sie erläuterten, dass Krav Maga ursprünglich als militärisches Nahkampfsystem der israelischen Streitkräfte unter Kriegsbedingungen entstanden ist, dass das System jedoch inzwischen durch kontinuierliche Weiterentwicklung auch Lösungen für zivile Selbstverteidigung und polizeiliche Einsatzmaßnahmen (unter besonderer Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes) bietet. Als Beispiel für die inhaltliche Bandbreite und Praxisnähe des Krav Maga führte Armin Berberich die Teilnehmer während der Trainingseinheit durch einige Handlungsalternativen für den Fall einer Bedrohung mit einer Schusswaffe. Hierbei wurde deutlich, dass eine Entwaffnung eines mit einer Schusswaffe bewaffneten Täters nur in der extremen Nahdistanz möglich ist, da es hier von vitaler Bedeutung ist, dass der Täter keine Möglichkeit zur Schussabgabe bekommt. Grundlegende technische Elemente sind hier die sofortige Bewegung aus dem Wirkungsbereich der Waffe heraus, verbunden mit der sofortigen Kontrolle der Waffe. Nach der erfolgten Entwaffnung des Täters wird die Waffe zum entschlossenen Zuschlagen verwendet, um den Täter umgehend zu neutralisieren. Aufgrund der gegenwärtigen Lebensgefahr, die von einem Täter mit Schusswaffe ausgeht, erlaubt auch eine strenge Verhältnismäßigkeitsprüfung in diesem Fall die sofortige kompromisslose Ausschaltung des Täters.

Als ausgebildeter Entschärfer mit langjähriger Diensterfahrung präsentierte Michael Bandel einen interessanten Fachvortrag zum Thema „Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV)“. Er wies eindringlich darauf hin, dass eine Beschäftigung mit dem Thema auch für Nicht-Fachleute aus dem Bereich des Streifendienstes oder der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung durchaus von Wichtigkeit ist, da diejenigen, die im Fall einer USBV-Lage zuerst am Tatort erscheinen bzw. den verdächtigen Gegenstand entdecken, mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den vorgenannten Dienstbereichen kommen werden. Michael Bandel gab einen Überblick über die grundlegenden physikalischen und chemischen Vorgänge bei einer Explosion, erläuterte die verschiedenen Sprengstoffarten und klärte die Zuhörer über die verschiedenen gängigen Selbstlaborate auf. Den Teilnehmern wurde die Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit von vielen industriell gefertigten und improvisierten Explosivmitteln anhand von realen Einsatzberichten, Fotos und Videos drastisch vor Augen geführt. Michael Bandel warnte deshalb eindringlich davor, verdächtige Gegenstände selbst zu untersuchen oder zu transportieren, sondern rief dazu auf, im Zweifel immer die Entschärfer zu alarmieren. Am Ende des Vortrags stand daher für die Zuhörer die Erkenntnis, dass in einem derartigen Fall für „Normalpolizisten“ immer nur die folgende Maxime gelten kann: „Finger weg, sonst Finger weg!“

Auf die Matte ging es dann wieder mit Oliver Puff und Ingo Althoff, die einen Workshop zum Thema „Festnahmetechniken“ anboten. Ingo Althoff erläuterte zunächst die Trainingsphilosophie seiner Behörde, dass körperliche Zugriffstechniken und die Handhabung von Waffen und Einsatzmitteln nicht als zwei getrennte Bereiche betrachtet werden dürfen, sondern gemeinsam und integrativ trainiert werden müssen. Dementsprechend wurde die Dienstwaffe auch von Anfang an in die Aufwärmübungen einbezogen. Im Anschluss stellten die Referenten einige grundlegende Takedown-Techniken vor, die zunächst in der unbewaffneten Grundform, anschließend jedoch auch mit Einsatzstock und Schusswaffe geübt wurden. Oliver Puff wies die Teilnehmer darauf hin, dass ein Trainingskonzept mit wenigen, simplen Techniken grundsätzlich stressresistenter ist, und dass es daher sinnvoll ist, die Auswahl der regelmäßig trainierten Techniken so zu gestalten, dass sie immer in derselben oder ähnlichen Art und Weise angewandt werden können, unabhängig davon, ob der Anwender den Schlagstock, die Schusswaffe oder überhaupt nichts in der Hand hält. Einigen Teilnehmern wurde das auf ganz handfeste Art und Weise bewusst, als sie in unabgesprochenen Stressdrills plötzlich in andere, vorher trainierte Bewegungsmuster verfielen und dabei feststellen mussten, dass nicht jede Technik dafür geeignet ist, sie mit gezogener Waffe durchzuführen.

Jörg Schmidt präsentierte eine Weiterführung seiner letztjährigen Trainingseinheit „Kampf mit der Kurzwaffe“. Er führte den Teilnehmern vor Augen, dass es in einer Einsatzsituation nicht immer möglich ist, vor einer körperlichen Auseinandersetzung die zur Eigensicherung gezogene Dienstwaffe wieder rechtzeitig zu holstern, und das realitätsbezogenes Einsatztraining daher zwangsläufig Konzepte für die Einbeziehung der Schusswaffe in Festnahmetechniken beinhalten muss. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, zunächst den Einsatz der Schusswaffe als improvisierte Hieb- und Stoßwaffe zu üben, um dann anschließend weiter zu Takedowns und Kontrolltechniken überzugehen. Weiterhin erläuterte Jörg Schmidt die Problematik des Waffenschutzes in der Bodenlage. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass ein Versuch des Täters, Zugriff auf die Dienstwaffe zu nehmen, zwangsläufig als ein gegenwärtiger Angriff gegen Leib und Leben gewertet werden muss und je nach Situation unter Umständen nur durch den eigenen Schusswaffengebrauch abgewehrt werden kann.

In einer Doppeltrainingseinheit stellten Silvio Birkenwald und Jens Kändler ihr Konzept zur Abwehr von Angriffen mit Messern und gefährlichen Gegenständen dar. Sie demonstrierten den Teilnehmern zunächst anhand des (in Polizeikreisen sattsam bekannten) so genannten „Tueller-Drills“, dass es auf den im Einsatz einschlägigen Distanzen in aller Regel nicht möglich sein wird, nach Erkennen des Angriffs noch rechtzeitig die Waffe zu ziehen, da der Angreifer während des Ziehvorgangs die Entfernung leicht überwinden kann. Im weiteren vermittelten sie, dass daher der erste Angriff waffenlos abgewehrt werden und dabei die nötige Distanz und Zeit gewonnen werden muss, um die eigene Waffe zu ziehen und einzusetzen. Die vermittelten Inhalte wurden anschließend in einer Reihe von unabgesprochenen Drills mit wechselnden Partnern geübt.

Rainer und Jürgen Ortlieb vom SEK Rheinland-Pfalz präsentierten in ihrer Trainingseinheit das Waffenschutz-Konzept ihrer Einheit. Sie führten aus, dass die entsprechenden Überlegungen, die in Rheinland-Pfalz seit zehn Jahren betrieben werden, sehr eng mit der Problematik der unbeabsichtigten Schussabgabe zusammenhängen. Aus physiologischer Sicht kann eine unbeabsichtigte Schussabgabe durch die ungewollte Übertragung einer Greifbewegung von der Nichtschusshand auf die Schusshand, durch einen Greifreflex bei Gleichgewichtsverlust sowie durch Erschrecken (insbesondere in Hochstresssituationen) entstehen. Obwohl die Gefahr durch umfangreiches Training reduziert werden kann, bleibt auch bei geübten Anwendern immer ein gewisses Restrisiko. Daher setzten die Referenten in ihrem Trainingsansatz vor allem darauf, die Waffe in einer körperlichen Kontaktsituation sofort in eine nach oben gerichtete Position zu bringen, um sicherzustellen, dass sie weder auf den Täter noch auf den Beamten gerichtet ist und nicht ohne weiteres vom Täter ergriffen werden kann. Gleichzeitig wird durch Schlag- und Tritttechniken auf den Täter eingewirkt, wobei die Schusswaffe zum Schlagen nur verwendet wird, wenn es unabdingbar ist. Anschließend konnten die Teilnehmer die vorgestellten Ideen mit Schutzbekleidung in voller Geschwindigkeit am Partner erproben.

Insgesamt führten die Referenten die Teilnehmer durch ein buntes und breit gefächertes Seminarprogramm, in dem für jeden etwas dabei war. Kai-Uwe Nielsen behandelte den Einsatz von Stimme und Bewegungslehre im Zusammenhang mit der Anwendung von Einsatzmitteln. Erich Louris und Karl-Heinz Rößer vermittelten Handlungskonzepte für die Bergung von verletzten Einsatzkräften unter Beschuss. Martin Olk, der im letzten Jahr Abwehrkonzepte gegen Messer unterrichtet hatte, präsentierte dieses Jahr das Thema „Festnahme am/im Kfz.“, während Nils Schalhorst je einen weiteren Trainingsblock zur Messerproblematik sowie zu Verteidigung aus der Bodenlage anbot. Michael Weber und Otmar Riedel unterrichteten erneut den taktischen Einsatz von Leuchtmitteln zusammen mit der Schusswaffen während Ralf Pfeifer sich explizit des Themas „Einsatz der Taschenlampe zur Selbstverteidigung“ annahm. Auch das Thema Hiebwaffen durfte natürlich nicht fehlen: in zwei separaten Trainingseinheiten vermittelten David Fritsche, Thorsten Krämer und Guido Nink sowie Heiko Schwarz die Handhabung und den Einsatz des Schlagstocks am Beispiel des EKA (Einsatzstock, kurz, ausziehbar). Auch die Mattenarbeit kam nicht zur kurz: unter der Anleitung von Thorsten Tolksdorf, René Steinhauer und Norman Wiesemeyer wurden Hebel- und Schlagtechniken für den polizeilichen Bodenkampf geübt. Neben Krav Maga gab es noch einen weiteren Einblick in andere SV-Systeme: Heino Weiss stellte das Blitzdefence-Konzept aus dem Wing Tsun vor.

Einige Trainingsthemen richteten sich insbesondere an Trainer und Ausbilder. Fred Zwick referierte über Trainingsmethoden für das Thema „Festnahme“, während Herbert Frese den Teilnehmern Kenntnisse über die Schaffung und das Ablegen von Engrammen (physiologische Veränderungen im Hirn, aus denen sich das Gedächtnis eines Menschen zusammensetzt) vermittelte. Weiterhin präsentierte Fred Zwick spezifische Trainingsmethoden für Frauen. Sina Frese rundete das Programm mit einer schweißtreibenden Einheit „Boxaerobic“ ab.

Doch auch das Vortragsprogramm ließ nichts zu wünschen übrig. Wolf Jördens sprach aus seiner langjährigen Diensterfahrung als Staatsanwalt über das Verhalten als Zeuge vor Gericht und über die sinnvolle Vermittlung polizeilicher Zwangsmaßnahmen in Zeugenaussagen und Ermittlungsakten, während Andreas Brandhorst, Stephan Roggenkamp und Frank Wilken über die jüngsten Änderungen im Waffenrecht informierten. Wie auch im letzten Jahr stellte Albrecht Huf von der Fa. German Precision Rifles (Hersteller von Präzisions- und Sonderwaffen) etliche Produkte aus dem Sortiment seiner Firma vor und informierte über Ballistik und Optiken. Spektakulärer Höhepunkt des Seminars war auch dieses Mal wieder die TASER-Schulung von Michael Radner, Lars Lipke und Horst Sandfort, in der sich die Teilnehmer zum zertifizierten TASER-Anwender ausbilden lassen konnten. Mutige Seminargäste konnten in diesem Zusammenhang auf freiwilliger Basis die Effektivität dieses Einsatzmittels live ausprobieren und sich selbst unter kontrollierten Bedingungen tasern lassen.

Am Samstagabend fand wie gewohnt die obligatorische Seminarparty statt, an der neben dem Gastgeber, Polizeidirektor Karl Höhn, auch der stellvertretende Leiter der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz (gleichzeitig Beauftragter für Polizeisport), Polizeidirektor Franz-Dieter Ankner teilnahm, der die Grüsse des verhinderten Innenministers überbrachte. DJJV-Präsident Herbert Frese bedankte sich in einer Festansprache erneut bei den Organisatoren und zahlreichen Helfern und gab bekannt, dass nach zwei gastfreundlichen Jahren in Rheinland-Pfalz das nächste Polizei-Bundesseminar 2009 im thüringischen Meiningen stattfinden werde.

Die Organisatoren und Gastgeber hatten es sich auch diesmal nicht nehmen lassen, den Seminarteilnehmern einen „Pfälzer Abend“ zu bieten. Ein reichhaltiges landestypisches Spezialitätenbuffet, eine Weinprobe mit einem ortsansässigen Winzer, einige Fässer Freibier und die Big Band des Polizeiorchesters Hessen sorgten für eine fantastische und feuchtfröhliche Feier, auf der etliche alte Freundschaften erneuert und neue geschlossen wurden.

Am Ende des Seminars waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Veranstalter mit diesem Seminar wieder einmal Maßstäbe im Bereich des polizeilichen Einsatztrainings gesetzt hatten, sowohl inhaltlich als auch organisatorisch. Ein umfassendes und vielfältiges Themenspektrum, eine Vielzahl an hochkompetenten Trainern und Referenten, großzügige Räumlichkeiten und eine reibungslos funktionierende Seminarorganisation boten den Gästen ein Trainingserlebnis der Extraklasse, von dem jeder einzelne neue Erfahrungen, Konzepte und Trainingsansätze mit nach Hause nehmen konnte. Gleichzeitig war auch dieses Jahr wieder die gewohnte freundschaftliche und produktive Stimmung unter den allesamt hoch motivierten Teilnehmern festzustellen. Und so verabschiedeten sich viele Seminargäste voneinander mit dem Satz: „Dann bis nächstes Jahr in Meiningen.“

Schmidt