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12.06.08 08:20 Alter: 2 Jahr(e)

Deutsche Meisterschaften 2008 in Wiesbaden

Kategorie: DJJV, Wettkampf

Von: Enno Häberlein

Wie kann es anders sein? Strahlender Sonnenschein, schweißtreibende Hitze und muffige Luft! Oder geht es euch anders wenn ihr irgendwohin zum Wettkampf fahrt - und warum sollte es dieses Jahr zur Deutschen Meisterschaft am Samstag und Sonntag in der Großsporthalle Wiesbaden anders sein als sonst.

Vom Niveau ließen die diesjährigen Deutschen Meisterschaften bereits im Vorfeld schon Großes erwarten, denn es waren viele Top-Athleten unter den Startern, Deutsche, Europa- und Weltmeister sowie ein absolut gut vorbereiteter Nachwuchskader gerade im U 21 Bereich. „Es macht wieder Spaß diesen Kämpfern zuzusehen, kräftig, saubere Techniken und Spaß am Ju–Jutsu“, so Achim Hanke (7. Dan), langjähriger Kämpfer, Trainer und Funktionär. 302 hoch motivierte Fighter und Duo Paare aus 16 Bundesländern und 121 Vereinen Deutschlands kamen nach Wiesbaden um Deutschlands beste Ju–Jutsuka zu ermitteln.

Durch den Ausrichter den Judo-Club Wiesbaden 1922 e.V. wurde die Sporthalle super hergerichtet und die Banden an Sponsoren vergeben. Des Weiteren gab es in und vor der Halle eine gute Versorgung der Sportler, Besucher und Funktionäre. Bereits am Freitagabend fand ein kleiner Empfang statt und auch das Wiegen und die Listenerstellung liefen reibungslos ab.

Am Samstag, pünktlich um 9.00 Uhr, wurden die Deutschen Meisterschaften von DJJVPräsident Herbert Frese eröffnet. In seiner kurzen Rede bedankte er sich recht herzlich bei den vielen Helfern des JCW und dem Judo-Club Geisheim unter Leitung von Gregor Koliander, dem PSV Mainz unter Leitung von Dietrich Brandhorst und ganz besonderst bei Renate Litsch, Kai Nielsen, Jörg Schmidt und Marco Zehner, Abteilungsleiter Ju–Jutsu beim JCW. Dem medizinischem Team des DJJV wünschte er wenige Einsätze und den Kampfrichtern ein
gutes unparteiisches Auge. Allen Kämpfern wünschte er verletzungsfreie Kämpfe und ein bisschen Glück. Gänsehaut gab es bestimmt bei jedem Sportler als die Deutsche Nationalhymne von Elena Rücker aus Waldems-Reichenbach live gesungen wurde.

Im Anschluss ging es dann ohne große Verzögerungen bei den Senioren und U21-Fightern auf allen 4 Matten zur Sache. Hier dominierten erwartungsgemäß die Kaderathleten.

Mit Sonja Kinz (BA) und Sabine Felser (MV) starteten gleich zwei Favoritinnen in der Klasse bis 70 kg der Damen. Beide entschieden ihre Vorrundenkämpfe für sich und trafen dann im Finale erwartungsgemäß aufeinander. Im Finale gingen die Punkte immer wieder hin und her. Sabine konnte am Ende mit 12:8 als Siegerin ihren Titel feiern.

Im Schwergewicht der Damen zeigte die Bundeskaderathletin Seher Dumanli (SH), warum sie den DJJV zurecht auf allen internationalen Meisterschaften vertritt. Sie konnte alle Kämpfe sowie das Finale mit 14:0 für sich entscheiden und einen weiteren Titel verbuchen. In der 85-Kilo-Klasse der Männer gab es endlich, nachdem es im vergangenen Jahr nicht sein sollte, einen Deutschen Meistertitel für den Bundeskaderathleten Maik Poser aus Zeitz (SA).

Bei den U21-Fightern -69kg konnte sich der Deutsche Meister des Vorjahres der Jugend A Mathias Kirchner vom PSV Meiningen(TH) ohne große Probleme ins Finale vor arbeiten.

Sein härtester Konkurrent, der amtierende Europameister Max Ryssel, scheiterte bereits in der Vorrunde und somit war der Weg frei. Deutscher Meister 2008 mit 6:0 – Mathias Kirchner gegen Robin Höft vom SfS Kappelmeyer (WÜ).

Während der Finalkämpfe wurden vom Ausrichter JCW Programmeinlagen vorbereitet und im Anschluss fand die traditionelle „Kämpferparty“ an der Halle statt. Es wird gemunkelt, dass es in einer Disco bis zum Sonnenaufgang weiter ging. Auch am zweiten Wettkampftag, bei der Jugend U18, ließ es sich DJJV-Präsident Herbert Frese nicht nehmen, persönlich die Eröffnung vorzunehmen. Unterstützt wurde er dabei von hochrangigen Vertretern des DJJV, Vizepräsident Jugend Michael Korn, VP Breitensport Harald Born, VP Leistungssport Uli Muchow, sowie als Vereinsvertreterin die charmante Renate Litsch. Hier demonstrierte man deutlich den Stellenwert der Nachwuchsarbeit im
DJJV.

Bei der Jugend waren ebenfalls wieder einige Favoriten am Start, aber auch einige Newcomer im Duo und Fighting machten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Hier wächst starker Nachwuchs heran, um Deutschland auch weiterhin in der internationaler Spitze zu halten.Die Länderwertung ging in diesem Jahr an Bayern vor Sachsen Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

Tradition ist es, anlässlich der DEM einige Ehrungen vorzunehmen. Einen würdigeren und größeren Rahmen kann man sich kaum wünschen. So wurde beispielsweise der langjährige Bundeskaderathlet Richard Olma, Europa Cup Sieger 2004, EM-Teilnehmer 2007 und vierfacher Deutscher Meister verabschiedet. Die Bundeskampfrichter Heinz Bohland und Georg „Schorsch“ Echter erhielten für Ihre langjährige Tätigkeit die Ehrenurkunde des DJJV.

Zum Schluss gebührt der Dank nochmals dem ausrichtenden Verein JC Wiesbaden e.V., den Kampfrichtern, dem medizinischem Team, den Betreuern und allen Helfern die im Hintergrund zum guten Gelingen dieser Deutschen Meisterschaft beigetragen haben.

Nächstes Jahr sehen wir uns vom 19. bis 21.06.2009 in Rastede / Niedersachsen.Das DJJV Medien Team/Roland Abé

Ergebnislisten Fighting

Ergebnislisten Duo

Medallienspiegel

Ergebnisse nach dem 9. Platz

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