Deutscher Ju-Jutsu-Verband e.V.
JU-JUTSU - Mit SICHERHEIT Lebensgefühl.

Suche:

Hall of Fame > Vetter, Sascha
Landesverbände
DJJV Meisterschaften u. Veranstaltungen
Versandkostenfrei im Dezember 2010!

Sascha Vetter

Interview mit dem JJ-Journal

JJJ: Wann hast Du mit Kampfsport begonnen?
Ich habe mit knapp 10 Jahren mit Judo begonnen. Nach ruhigerer Anfangsphase, habe ich 1984/85 begonnen, intensiver zu trainieren und Wettkämpfe zu bestreiten. Trotz anderer Schwerpunkte trainiere ich Judo seit dieser Zeit.

JJJ: Wann hast Du mit Ju-Jutsu angefangen?
1990

JJJ: Wieso hast Du mit Ju-Jutsu angefangen?
Durch das freie Training und andere Aktionen im Verein habe ich die JJ-Gruppe um die Trainer Rudi Kautz und Jorge Fornielis kennengelernt, bei welcher auch Joe Thumfart dabei war. Mich hat begeistert, wie diese hart trainiert haben und dabei und danach sehr viel Spass miteinander hatten. Und so habe ich begonnen, ein wenig JJ neben dem Judo zu betreiben. Wie man sieht, wurde ein bisschen mehr daraus…

JJJ: Machst Du noch anderen Kampfsport?
Nachhaltig beeinflusst haben mich die Philippinischen Kampfkünste. Durch Seminare, vor allem mit Jeff Espinous, Johan Skalberg, Bob Breen und Emanuel Hart inspiriert, habe viel in diesem Bereich trainiert.
In meiner Definition von Ju-Jutsu, findet das alles seinen Platz, was mir sinnvoll erscheint, effektiv ist und mir Spass macht. So konnte und kann ich die Erkenntnisse vieler Lehrgänge in „meine Kampfkunst“ integrieren.

JJJ: Wenn du deinen Kampfstil mit einem Tier vergleichen müsstest, welches Tier wärst du?
Durch meine Art im „alten deutschen System“ und nach internationalem Regelwerk zu kämpfen, habe ich den NamenBüffel“ von meinen Bundeskader-KollegInnen erhalten: Kopf runter und nach vorne. War wohl nicht ganz zu Unrecht. Heutzutage hoffe ich ein paar mehr Facetten in meinem Ju-Jutsu präsentieren zu können.

JJJ: Was sind Deine größten Erfolge? Worauf bist du besonders stolz?
Mit Sicherheit war der größte sportliche Erfolg, 1998 in Berlin mit Joe Thumfart Weltmeister im Duo-System zu werden. Gemeinsam mit den Geburten von meinen Söhnen Patrick und Niklas waren dies die Höhepunkte in meinem Leben.
Natürlich gibt es weitere denkwürdige Momente: der erste Deutsche Meister-Titel im Duo 1993, der erste Gewinn der IDEM ebenfalls 1993 oder auch die erste JJ-WM 1994, bei der ich sowohl im Duo als auch im Fighting gestartet bin.
Neben den einzelnen Erfolgen bin ich insgesamt stolz darauf, in allen damaligen Wettkampfbereichen gut mitgemischt zu haben.

JJJ: Was kannst Du uns als Tipp mitgeben?
Egal ob im Wettkampfbereich oder nicht: bleibt beharrlich bei Euren Zielen und trainiert hart dafür. Übt immer wieder die Grundlagen, welche die Basis für Euren Kampfsport/Eure Kampfkunst bilden. Bleibt trotzdem offen für neue Impulse und flexibel.

JJJ: Wenn du gerade kein Ju-Jutsu machst, wie verbringst du noch deine Freizeit?
Gerne unternehme ich etwas mit meinen Kindern: Ausflüge, Radfahren, Spielen oder auch Malen und Basteln. Ich höre gerne Musik, vorwiegend härtere Klänge. Wenn noch Zeit übrig ist, spiele ich Gitarre.

JJJ: Welchen Beruf übst Du aus?
Ich bin Diplom-Sozialpädagoge. Nach der Tätigkeit mit Menschen mit Behinderungen und in der Jugend- und Schulsozialarbeit arbeite ich momentan für einen sozialen Träger in der Koordinationsstelle für das Freiwillige Soziale Jahr.
Gerne versuche ich meinen Beruf und JJ zu verbinden, was momentan leider nicht so oft gelingt, wie ich es gerne hätte. Gerade bereite ich mich auf einen Kurs zum Thema „Selbstsicherheitstraining für Mitarbeiterinnen in Sozialen Einrichtungen“ vor. 

JJJ: Welchem Verein, welchem Landesverband gehörst du momentan an?
Ich bin immer noch Mitglied im Judo-Club Pforzheim e.V. (Landesverband Baden), für welchen ich in meiner Wettkampfzeit gestartet bin und dem ich sehr verbunden bin. Seit nun über 10 Jahren bin auch Aktiver und Trainer im TSV Nördlingen (LV Bayern), wo ich u.a. das Vergnügen haben, ab und zu bei einem meiner früheren Vorbilder, Lothar Schmidberger, zu trainieren.

JJJ: Was ist deine Aufgabe im Deutschen Ju-Jutsu Verband e.V.?
Als Referent Behindertensport unterstütze ich Angebote innerhalb und außerhalb des DJJV e. V. für Menschen mit Behinderung. Zusätzlich bin ich momentan mit der Koordinierung FÜL-B-Ausbildung „Gewaltprävention“ auf Bundesebene betraut. 

JJJ: Was findest du sonst noch wichtig was du mitteilen willst?
Ich finde es wichtig, dass im JJ und im JJJ nicht nur neue Erkenntnisse vermittelt werden, sondern auch nach hinten geblickt wird. So ist die Verbindung von Tradition und Moderne im DJJV e.V. nicht nur Lippenbekenntnis. Letztes Jahr konnte ich so z.B. bei Andi Kuhl trainieren und mir mit dem Besuch auf einem Lehrgang bei Vlado Schmidt einen langgehegten Wunsch erfüllen. Das sollten wir uns bewahren.

1998 Berlin nach der WM
2006
Prüfung zum 5. Dan

WM 1998

Feuer und Schweiss DIE Show