Werdegang von Rainer Riedel
Angefangen mit dem Budo-Sport habe ich in Berlin mit 14 Jahren mit Jiu-Jitsu und Taekwondo.
An meinem Studienort in Eichstätt/Bayern gab es (1965) im Polizei-Sportverein aber „nur“ Judo (Sepp Art) und Karate (Gert Hulak). Ich habe mich für Judo bei Sepp Art entschieden, und daraus entwickelte sich eine bis heute andauernde Freundschaft. An meinem ersten Dienstort (Zell/Mfr.) habe ich dann eine Taekwondo Abteilung installiert, die bis heute ihre Fortsetzung im TV Hilpoltstein gefunden hat. Weil es damals kaum Taekwondo-Vereine in Bayern gab, jede Weiterbildung immer mit langen Anreisezeiten und Kosten verbunden war, habe ich mich durch Sepp Art immer mehr vom Ju-Jutsu begeistern lassen.
1972 wechselte ich mit nahezu allen meinen damaligen Taekwondoka vollständig zum Ju-Jutsu, verbunden mit neuer Abteilungsgründung in 1973.
Dem TV Hilpoltstein gehöre ich noch heute an, mein Sohn Matthias ist inzwischen Abteilungsleiter dort.
Graduierungen:
1976: Prüfung zum 1. Dan
1978 zum 2. Dan
1980 zum 3. Dan
1983 zum 4. Dan
1993 Verleihung 5. Dan
1999 Verleihung 6. Dan
Lizenzen:
F-ÜL JJ seit 1981
Trainer-B seit 1982
KR-Lizenz seit 1985
Tätigkeiten als Funktionär:
Angefangen als stv. Sektionsleiter im Bayer. Judo-Verband und als stv. Fachgruppenleiter JJ im DDK, von 1986 – 1991 Sektionsleiter Ju-Jutsu im Bayerischen Judo-Verband, seit 1991 Präsident des Ju-Jutsu-Verbandes Bayern.
In allen diesen Jahren habe ich daran gearbeitet, dem Sportfachverband Ju-Jutsu im Bayerischen Landessportverband (BLSV) den Stellenwert einer Sportart, und nicht einer „Randsportart“ zu verschaffen.
Ehrungen:
1995 Ehrennadel in Gold des Ju-Jutsu-Verbandes Bayern
1995 Ehrennadel in Gold des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes
1999 Ehrenmedaille des Bayerischen Kultusministeriums
2001 Ehrennadel in Gold des Berliner Ju-Jutsu-Verbandes
Heute vertrete ich den Sportfachverband Ju-Jutsu im Bayerischen Landessportverband (BLSV) und in anderen wichtigen Gremien:
· Sportbeiratsvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV)
· Mitglied im Präsidium des BLSV
· Vorsitzender im Ausschuss Schule und Verein des BLSV
· stv. Vorsitzender im Landesleistungsausschuss (u.a. Vertreter der NOV)
· stv. Vorsitzender im Bildungsausschuss/Qualifizierungsausschuss
· Mitglied im Staatsmittelverteilerausschuss
· Mitglied im Landessportbeirat des Bayerischen Landtags
Kurz zusammengefasst: In Bayern ist Ju-Jutsu an allen relevanten Stellen ein kompetenter, anerkannter, geschätzter Sportfachverband. Das geht natürlich nur, weil im eigenen Sportfachverband ein Team aus kompetenten, engagierten Vertretern im Präsidium und Mitarbeitern mitarbeitet.
Neben aller Arbeit bleiben aus dieser langen Zeit viele schöne Erinnerungen:
· in Bayern konnte ich 1986 mit der Einführung einer Sektionsumlage den Wettkampfbetrieb aufbauen und finanzieren helfen
· mit Gerhard Schröder und anderen konnte ich auf dem langen Weg zur Lösung vom damaligen DJB mitarbeiten
· ich konnte mithelfen, den DJJV zu gründen,
· 10 Jahre durfte ich als Vizepräsident für den Leistungssport im DJJV arbeiten, konnte die Weltmeisterschaft in Berlin im Förderverein finanzieren helfen und natürlich miterleben
· bin dem Berliner Ju-Jutsu-Verband als „Geburtshelfer“ verbunden,
· konnte dem damaligen Nordrhein-Westfälischen Ju-Jutsu-Verband aus seiner Isolation helfen, den Weg zurück in den DJJV zu finden
· unser Bayernseminar und unser Polizeiseminar zu einer festen Einrichtung in der Sportschule Oberhaching installieren,
· habe Selbstverteidigung und Ju-Jutsu im amtlichen Lehrplan der Schulen implantieren können
· konnte dem Leistungssport alle erforderlichen Ressourcen erschließen, denn in der Öffentlichkeit wird ein Sportfachverband nun mal überwiegend durch Wettkampferfolge wahrgenommen.
Mein Rat für die Zukunft:
Ehrenamt ist „Arbeitsamt“, kein Spielplatz für Profilneurotiker!
Ein Verband wie der Ju-Jutsu Verband Bayern, aber auch jeder andere Verband, und ganz besonders der DJJV kann seine Größe und Stärke nur erhalten durch die Zusammenarbeit von Breitensport, Jugendarbeit und Leistungssport (Sortierung alphabetisch, Reihenfolge ist nicht Rangfolge).
© Rainer Riedel, 21.06.2009