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9.02.09 15:57 Alter: 1 Jahr(e)

Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“

Kategorie: DJJV, Frauen-SV, Soziale Integration

Von: Frauke Schlichting

Fast die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind Frauen und Mädchen. Zu deren bedarfsorientierter, effektiver und nachhaltiger Integration
können wir alle gemeinsam betragen.

Die Einbindung von Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in Sportvereinen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu teil.

Die Sportbeteiligung von Migrantinnen liegt laut vorliegender Expertisen deutlich unter der der weiblichen deutschen Bevölkerung. Regelmäßiges Sporttreiben in unseren Sportvereinen ist für Migrantinnen offenkundig noch wenig attraktiv. Dem steht jedoch der mehrheitliche Wunsch zugewanderter Mädchen und Frauen nach einem stärkeren sportlichen Engagement und damit verbunden verbesserten sozialen Kontakten entgegen.

Für ihre Integration bedarf es besonderer Sensibilität und vielschichtiges Engagement, um ihnen die Teilnahme am Sport zu ermöglichen und um diese Mädchen und Frauen nachhaltig für den Sport zu begeistern.

Der DOSB greift mit dem Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“ diese Wünsche und Bedürfnisse der Frauen und Mädchen auf und startet damit in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Turnerbund, dem Deutschen Ju – Jutsu Verband, der DLRG, sowie mit dem Landessportverband Baden – Württemberg und der Sportjugend des Landessportbundes Berlin ein Modellprojekt. Unterstützung erfährt diese Netzwerkarbeit durch das Bundesministerium für Gesundheit.

In Verbindung mit sportartspezifischen Angeboten wird es in enger Zusammenarbeit mit Gesundheitsverbänden, Netzwerkpartnern aus der interkulturellen Arbeit und Gleichstellungsbeauftragten ein zusätzliches Angebot für Frauen und Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte geben.

Diese Kombination aus Sport, gesundheitsunterstützenden, sowie persönlichkeitsfördernden Zusatzangeboten soll die Lebensqualität dieser Mädchen und Frauen verbessern, ihnen den Zugang zum Sport und Sportvereinen erleichtern und ihre gesellschaftliche Integration fördern.

Die Sensibilität für die Problematik dieser Zielgruppe soll geweckt werden.
Die Förderung und Einbindung dieser Mädchen und Frauen in Sportstrukturen bietet auch den Vereinen und Verbänden die Chance, deren bewegungskulturelle Erfahrungen aufzunehmen und gewinnbringend neue Potentiale für Vereins- und Verbandsarbeit zu entwickeln.

Letztendlich wird dieses Projekt, das insgesamt auf 2,5 Jahre begrenzt ist, Grundlage für die Entwicklung eines neuen Ausbildungsmoduls werden.
Wir vom DJJV freuen uns sehr dabei zu sein und unser Programm Frauenselbstsicherheit in diese Netzwerkarbeit einfließen zu lassen.

Weitere Infos hierzu unter: http://www.migrantinnen.dosb.de

Fatma Keckstein: fatma@hjjv.eu
Frauke Schlichting: frauke.schlichting@gmx.de